Marcus Winter zum Artikel „Bundesweit bekannter Neonazi nach Minden Bärenkampen gezogen“

Minden(mr). Am heutigen Vormittag haben wir einen Anruf von Marcus Winter erhalten. Wir hatten im November  einen Bericht mit dem Titel  „Bundesweit bekannter Neonazi nach Minden Bärenkampen gezogen“  veröffentlicht. Heute Vormittag verwies er darauf, dass wir in unserem Bericht Behauptungen aufstellten, die nicht den Tatsachen entsprechen würden. Auf unsere Bitte uns  diese mitzuteilen übersandte uns Marcus Winter die folgende E-Mail die wir, mit dem Einverständnis von Herrn Winter, unkommentiert und im Wortlaut nachstehend veröffentlichen und haben den Fehler im Vornamen im betreffenden Artikel korrigiert:

Sehr geehrte Damen und Herrn,

in ihrem Beitrag vom 29.11.2011 haben sie etliche Dinge falsch dargestellt, die ich wie folgt berichtigt wissen möchte.
Markus Winter ist meiner Kenntnis nach nicht nach Bärenkämpen gezogen, sondern lediglich Marcus Winter. Erstgenannter ist ein Krimiautor aus Bielefeld.

Nicht die Bürger/Mitmenschen aus Bärenkämpen sorgen sich und haben mit Flugblättern auf meine Person aufmerksam gemacht, sondern Antifaschisten aus der Region. Das Flugblatt (mitsamt Aufruf zur Gewalt gegen meine Person ist mittlerweile Gegenstand einer Strafanzeige bei der hiesigen Polizei).

Ich war nicht, bin nicht und werde auch zukünftig nicht der Anmelder, oder Versammlungsleiter einer Demonstration in Bad Nenndorf sein. Wer dies ist, lässt sich bei der Versammlungsbehörde des Landkreises Schaumburg erfragen!
Ich trete dort auch nicht jedes Mal als Redner auf, sondern bin bisher 2 mal als Redner aufgetreten!
Auch stelle ich nicht die Logistik zur Verfügung – eine Behauptung die ebenfalls nur von Antifaschisten aus der Region in den Raum gestellt wurde!

Ich betreibe kein eigenes Onlineportal!
Ich betreibe keine Hetze gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund – das wäre Volksverhetzung und laut StGb eine Straftat, der ich mich zu verantworten hätte!

Ich rekrutiere auch weder Jugendliche, noch Erwachsene! Woher stammen solche Angaben, gibt es dazu Belege?

Kommentar:
Trotz der Bemühungen antifaschistischer Kräfte mir meinen Aufenthalt in Bärenkämpen so unangenehm wie möglich zu gestalten und auch ungeachtet einiger Ankündigungen vereinzelnter Kulturbereicher in der Kommentarspalte des Mindener Tageblattes geht es mir durchaus prächtig! Kaum ein Bürger aus Minden möchte Freiwillig in den Bezirken Rodewald, Dankersen oder Bärenkämpen wohnen. Warum nur? Liegt es etwa an dem offenem Drogenhandel mitten auf der Strasse? Den Auto- und Wohnungseinbrüchen in der Nachbarschaft? Die Angst in den Abendstunden nicht mehr vor die Tür gehen zu können? Zeugt dies nicht von einer Doppelmoral, den nicht nur „Normalbürger“ sondern auch selbsternannte Antifaschisten an den Tag legen?

mit freundlichen Grüssen aus dem Problemviertel

Marcus Winter

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2 comments for “Marcus Winter zum Artikel „Bundesweit bekannter Neonazi nach Minden Bärenkampen gezogen“

  1. Werstleben
    21. März 2012 at 18:03

    Zunächst muss ich an dieser Stelle einmal sagen: Hut ab – wer noch freiwillig nach Bärenkämpen zieht. Ich habe die Berichterstattungen im Mindener Tageblaat ebenfalls verfolgt und habe mich gefragt wie lange der Herr Winter dort wohl unbeschadtet wohnen kann. Es freut mich an dieser Stelle zu lesen, daß es wohl doch noch Menschen gibt die ein wenig Mumm in den Knochen stecken haben.
    Wäre ich 30 Jahre jünger, würde ich auch in Bärenkämpen wohnen!

  2. Christian Kleinschmidt
    17. Juli 2016 at 17:20

    Marcus Winter ist sicherlich kein unbeschriebens Blatt. ABER, man sieht eben, dass vieles noch schlimmer gemacht wird, als es ist. Das ist genau so wie die Sache mit der Wittekindsburg. Er wollte da helfen – als diverse Leute das mitbekamen dass er da mitwirkt wurde ihm sofort vorgeworfen, er wollte da ein rechtsradikales Zentrum gründen (was Blödsinn ist) und ist da achtkantig rausgeflogen. Solche Leute aus der Gesellschaft auszuschließen treibt sie erst recht in die Radikalisierung.

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