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Minden: Diskussion um Ausbau von Teilstück der Schenkendorfstraße

Minden(mr). In Minden ist eine Diskussion über ein Teilstück der Schenkendorfstraße entbrannt, das neu erschlossen werden soll. Unter anderem sollen in einem kleinen Teilbereich der verkehrsberuhigten Fahrradstraße , die Trasse verbreitert werden und Parkflächen und Gehwege angelegt werden.

Die Schenkendorfstraße ist eine der längsten Straßen in Minden. Sie beginnt an der Königstraße in unmittelbarer Nähe der Ringstraße und endet am Grundbach im Ortsteil Hahlen. Mit mit einem Bürgersteig ist die Straße Hohenzollernring ausgebaut worden, danach wurde die Straße nicht mehr weiter ausgebaut. In der Bürgerversammlung am 14.06.2012 haben sich die betroffenen Anlieger überwiegend gegen einen Ausbau der Schenkendorfstraße ausgesprochen. Die Anlieger wehren sich gegen die Anlage von Parkflächen wie auch von Gehwegen in diesem Bereich. Weiter wehren sich die Anwohner gegen die Verbreiterung der Trassenbreite um einen Meter auf 5,50 Meter gegenüber der restlichen Straßenbreite von rd. 4,60 Meter stadteinwärts.

Diese Auffassung hat die Verwaltung bisher komplett ignoriert. In die mittelfristigen Finanzplanung der Stadt Minden wurde der Straßenausbau bereits bei Haushaltsplanaufstellung 2012 aufgenommen ohne dass im Vorfeld mit den Beteiligten überhaupt gesprochen wurde.

Die Fraktion fordert die Stadtverwaltung auf, ein Straßenausbaukonzept zu entwickeln, dass die Straßen nicht willkürlich zum Ausbau vorschlägt sondern nach dem tatsächlichen Erfordernis.

In der Priorität wesentlich höher liegt z. B. die Graf-Wilhelm-Straße zwischen dem Bierpohlweg und der MKB-Trasse. Hier können sich LKW/Bus und PKW nur unter erschwerten Bedingungen begegnen.

Die BBM-Fraktion fordert die Verwaltung weiter auf, die Verkehrsdichte nicht nur in einzelnenStraßen zu prüfen, sondern dies quartierweise zu tun. Nur so kann man dann Aussagen darüber treffen, welche Straßen –speziell in Tempo 30 Zonen – zu Anliegerstraßen oder auch zu Anliegersammelstraßen erklärt werden können. Danach kann die Stadtverordnetenversammlung entsprechende Beschlüsse fassen, in denen der Bürgerwille oder auch der Bürgerwunsch Eingang findet.

Die Schenkendorfstraße ist seit Jahren als Fahrradstraße gewidmet. Die Höchstgeschwindigkeit auf dieser Straße beträgt 30 km/h. Warum soll so eine Straße so ausgebaut werden, dass LKW und PKW begegnungsfrei aneinander vorbei fahren können? Wurde der sogenannte Fahrradbeauftragte der Stadtverwaltung in die Planungen einbezogen?

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