Minden: Dreißig Grünflächenpaten pflegen freiwillig städtische Grünflächen

Minden(mr/sm).Der Herbststurm am vergangenen Wochenende hat das Gros der Blätter von den Bäumen gefegt. In den Gärten, auf den Fußwegen und Straßen sammelt sich das Laub. „Wohin damit?“, fragen sich in diesen Zeiten die Bürgerinnen und Bürger. Eine Antwort darauf hat der Fachmann der Städtischen Betriebe Minden, Jürgen Meyer: „Laub im Garten sollte grundsätzlich bis zum Frühjahr als Schutz für empfindliche Pflanzen und Kleintiere sowie für Vögel, die darunter ihre Nahrung finden, liegen bleiben.“ Ausnahme: der Rasen. Dieser sollte vom Laub befreit werden, weil er, wenn er kein Licht bekommt, gelb und krank wird, empfiehlt Meyer. Gefegt werden muss, aufgrund von Rutschgefahr für alle Verkehrsteilnehmer, auch der Gehweg am Haus.

Die Laub-Entsorgung sollte optimal im eigenen Garten erfolgen – in Form eines locker geschichteten Komposthaufens, der in zwei Jahren einen nährstoffreichen Dünger ergibt, so Meyer. Hinzugegeben werden sollten Kompostierungshilfsmittel wie einige Schaufeln alter Kompost, eine Handvoll eingestreuter Düngekalk oder ein so genannter Kompostbeschleuniger. Den gibt es in jedem Baumarkt. Alle Laubarten – bis auf die Blätter der Kastanie – dürfen in den Kompost. „Nahezu alle Kastanien sind nach wie vor von den Larven der Miniermotte befallen. Da die Miniermotte unter dem abgefallenen Laub überwintert, sollte es unbedingt eingesammelt und entsorgt werden“, so Meyer.

Ist im Garten kein Platz für ein Komposthaufen, ist die zweitbeste Lösung, das Laub in die Biotonne zu geben. Es kann auch in Säcken zwischengelagert und im Winter nach und nach in der Tonne entsorgt werden. Biomüll wird alle 14 Tage abgefahren. Größere Mengen können beim Wertstoffhof in Minderheide (Kofferraumladung: 3 Euro, kompletter Pkw-Ladung: 6 Euro, Pkw und Anhänger: 15 Euro) oder bei der kreiseigenen Deponie Pohlsche Heide am Kompostwerk (Pkw-Ladung: 3 Euro, bis 200 Kilogramm: 6 Euro) abgegeben werden.

Anwohner in Straßen mit großen städtischen Bäumen oder auch Anlieger des Glacis können die Unterstützung der Städtischen Betriebe anfordern. „Wir sind bei der Entsorgung behilflich, wenn städtisches Laub auf Wegen oder Plätzen in Haufen vor dem Grundstück liegt“, so Meyer. Anruf genügt. Gleiches gilt für Flächen oder Bäume, die ehrenamtliche Grünflächenpaten in Pflege haben. Auch diese können sich an den Bereich Grünflächen wenden, wenn größere Mengen Laub oder Grünschnitt anfallen.

In Minden gibt es derzeit rund 30 Grünflächenpatenschaften, darüberhinaus eine vermutlich ebenso große Anzahl Bürger/innen, die ohne eine offizielle Patenschaft städtische Flächen pflegen. Informationen hierzu erteilt Vera Schmidt, bei der Stadtverwaltung Minden zuständig für Bürgerschaftliches Engagement, unter der Telefon-Nr. 89-291.