Hüllhorst: Polizisten setzen Pfefferspray ein

Hüllhorst (mr/kpb).  Erhebliche Probleme hatte die Polizei mit einer rund 25-köpfigen Gruppe von jungen Leuten, welche in der Nacht zu Samstag auf dem Gelände der Gesamtschule die Nachtruhe der Anwohner störte und reichlich Müll hinterließ. Die Beamten mussten Pfefferspray einsetzen. Ingesamt sechs Streifenwagen, darunter ein Diensthundeführer, waren dabei im Einsatz.

Anwohner hatten die Ordnungshüter gegen 2.40 Uhr gerufen. Als die Besatzung eines Streifenwagens eintraf, hielten sich die Heranwachsende auf dem Gelände auf. Sie waren offenbar mit mehreren Autos gekommen und hörten aus einem Fahrzeug heraus Musik und tranken Alkohol. Auf dem Pausenhof lagen zudem Müll und Flaschen. Der Aufforderung der Polizisten die Musik abzuschalten, kamen sie sofort nach. Aufräumen wollten sie jedoch nicht. Lediglich eine Hand voll junger Frauen machte sich an die Arbeit.

Der Anweisung das Schulgelände zu verlassen, kamen sie zunächst nicht nach. Dabei tat sich vor allem ein 22-jähriger Hüllhorster negativ hervor, der zunehmend aggressiver wurde. Noch bevor weitere alarmierte Streifenwagen eintrafen, ging eine Gruppe drohend auf die Beamten zu. Diese setzten zu ihrem eigenen Schutz Pefferspray ein. Erst als die Unterstützungskräfte vor Ort erschienen, beruhigte sich die Lage. Letztlich folgten alle den Platzverweisen.

Die Polizei stellte die Personalien von mehreren Personen im Alter von 18 bis 25 Jahren fest. Der überwiegende Teil von ihnen kam aus Hüllhorst, einige aus Kirchlengern und Preußisch Oldendorf. Auch die Kennzeichen der Autos notierten sich die Beamten. Zudem fertigten die Einsatzkräfte Anzeigen wegen Widerstandes und Verstöße gegen das Abfallbeseitigungs- und das Landesimmissionsschutzgesetz. Zusätzlich wird die Polizei im Rahmen ihrer Ordnungspartnerschaft die Gemeinde Hüllhorst über die Vorfälle informieren.

Bereits Anfang Dezember hatte ein Unbekannter aus einer Gruppe randalierender Jugendlicher heraus auf der Hauptstraße in Hüllhorst einen Polizisten angegriffen und so schwer am Bein verletzt, dass der Oberkommissar bis heute dienstunfähig ist. Gemeinsam mit seinem Kollegen hatten der Beamte die Jugendlichen nach mehreren Sachbeschädigungen zuvor zur Rede gestellt. Der Täter ist bis heute nicht ermittelt.