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Stadttheater Minden mit einem Programm voller Facetten

Minden(mr7sm). Das Rheinische Landestheater Neuss ist am Dienstag, 15. Oktober um 20.00 Uhr mit seiner Inszenierung „Hiob“ im Mindener Stadttheater zu Gast. Joseph Roth verschränkt die biblische Geschichte von Hiob, dem Gott ohne Grund alles nimmt, mit dem Schicksal des Menschen in der modernen Welt, der seine Kinder, seine Frau und seine Heimat verliert. Was Mendel Singer widerfährt, ist ein Märchen, eine Heilsgeschichte wie die von Hiob, den Gott lehren wollte, dass Leiden und Entbehrungen nie sinnlos sind. „Hiob“ ist Abiturthema, so dass nur noch sehr wenige Plätze bei dieser Veranstaltung frei sind.

Zu einem Konzert der Extraklasse laden die Kammermusikfreunde Minden e.V. am 16. Oktober um 20.00 Uhr im Rahmen der Mindener Mittwochskonzerte ein. Die südamerikanische Weltklasse-Pianistin Gabriela Montero gastiert zum Auftakt ihrer diesjährigen Europatournee im Stadttheater Minden, auf dem Programm stehen die Intermezzi op. 117 von Johannes Brahms, die grandiose Sonate h-moll von Franz Liszt und Improvisationen auf Themen von Beethoven nach Wünschen des Publikums. Diesen musikalischen Leckerbissen sollte sich niemand entgehen lassen.

Kinder ab 8 dürfen sich am Donnerstag, 17. Oktober um 17.30 Uhr auf „Angstmän“ freuen. Hartmut El Kurdi hat mit diesem spritzigen, bewusst auf Umgangssprache setzenden Kammerspiel nicht nur einen Mutmacher für Kinder geschrieben. Jennifer verarbeitet einen ganzen Stapel pädagogischer Krücken in ihrem gewitzten Spiel mit dem Alleinsein. Natürlich wird die Liste mit den verbotenen Dingen abgearbeitet, Sicherungen rausfliegen lassen, heimlich Pizza bestellen, Fernsehprogramme durchzappen, und dann wird’s auch schon öde. Plötzlich rumpelt es in der Wohnung. Jennifer bewaffnet sich, sieht überall nach und da! Im Schrank hockt einer – Angstmän. Der zerknautschte Superheld und größte Schisshase des Universums hat sich verflogen auf der Flucht vor Pöbelmän, dem gemeinsten Superheldenschwein aller Galaxien. Angstmän verbarrikadiert die Wohnung, aber das Unheil naht – Pöbelmän…

August Strindbergs Schauspiel „Der Pelikan“ steht am Freitag, 18. Oktober um 20.00 Uhr auf dem Spielplan. Beschrieben wird eine Familientragödie, die auch heute stattfinden könnte. Die Mutter entzieht ihren Kindern alles, was zu einem einigermaßen zumutbaren Leben gehört, nicht nur Nahrung, sondern baut sogar mit ihrem Schwiegersohn eine wohl sexbesessene Beziehung auf. Ihre Kinder ziehen sich fast autistisch wie in ein Schneckenhaus zurück, besonders Sohn Fredrik flieht in den Alkohol. Erst als durch einen Brief des verstorbenen Vaters viele Dinge aufgedeckt werden, kommt es zu einer exzessiven gegenseitigen Abrechnung, die eskaliert und zur Katastrophe führt. Auf der Bühne stehen in der Produktion der Theatergastspiele Kempf und dem TAT-Kreativ Akademie Evelyn Plank, Patrick Gabriel, Sandra Heuer, David Paryla und Christiane Hedtkamp.

Karten sind erhältlich beim Express-Ticketservice und mehr, Obermarktstr. 26- 30, 32423 Minden, Tel. 0571-88277 oder online www.stadttheater-minden.de

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