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Hanf: Mehr als nur eine Droge

Quelle: https://unsplash.com/photos/nFumIdf3IHE

Sobald der Begriff Hanf fällt, wird dieser automatisch mit Rauschmitteln in Verbindung gebracht. Dabei ist Hanf sehr viel mehr und findet von daher auch eine vielseitige Verwendung. Allerdings ist es tatsächlich so: Wenn man Hanf nur rein biologisch betrachtet, handelt es sich hier um Cannabis.

Doch nur die wenigstens wissen, dass Cannabis ein Begriff ist, der gleiche mehrere Arten und hunderte unterschiedlicher Sorten umfasst. Nicht alle Hanfsorten enthalten das berauschende THC und schon gar nicht werden alle nur als Droge verarbeitet.

Die Vielseitigkeit dieser Pflanze hat sich auch an der Börse herumgesprochen und macht Cannabis ETFs für viele Anleger interessant. Hier kann man vom Aufschwung der ganzen Branche profitieren.

Die unterschiedlichen Hanfsorten – CBD vs. THC?

Wenn man einen genaueren Blick auf den Hanf wirft, so stellt man schnell fest, dass ein großer Teil der Cannabissorten so gezüchtet werden, dass ihr produzierter THC Gehalt sehr hoch ist. Doch da der Hanf weit mehr als nur Rauschmittel ist und noch ganz andere Fähigkeiten hat, ist man inzwischen auf das CBD aufmerksam geworden.

Da hier die Nachfrage ständig ansteigt, werden nun auch viele Sorten mit erhöhten CBD-Werten gezüchtet. So sind gleichzeitig viele verschiedene Sorten entstanden, die nur minimale Mengen an THC aufweisen. Bei diesen Sorten, die einen hohen CBD Gehalt haben und gleichzeitig der THC deutlich reduziert ist, gibt es keine psychotrope Wirkung. Aus diesem Grund werden sie zur Herstellung von CBD-Ölen und -Extrakten verwendet.

Trotzdem verbinden die meisten Menschen mit der Hanfpflanze immer noch eine Pflanze, die eine berauschende Wirkung aufweist und die in Kellern und auf Dachböden illegal gezüchtet wurde. Doch das ist schlicht und ergreifend falsch, denn es handelt sich um zwei gänzlich unterschiedliche Stoffe der Hanfpflanze.

Das THC Cannabinoid der Hanfpflanze ist für die Rauschzustände verantwortlich, während das CBD keinerlei psychoaktive Wirkung hat.

Ein sehr geringer Anteil des THCs ist zwar auch in einem CBD Öl enthalten, allerdings liegt dieser unter 0,2 %. Auf Grund dieser geringen Menge an THC ist das CBD Öl kein Rauschmittel und somit gesetzlich erlaubt.

Hanf bietet weitaus mehr als THC

Sowohl CBD Öl als auch Hanföl werden aus Hanf hergestellt. Bereits seit Jahrtausenden wird diese Kulturpflanze von Menschen für industrielle Anwendungen genutzt.

Letztlich werden aus Hanf Seile, Papier und auch Segeltuch hergestellt. Aufgrund seiner Anatomie bietet die Hanfpflanze viele Möglichkeiten, die sich die Menschheit auch schon seit langem nutzbar gemacht hat.

Die Blüten sind der wertvollste Teil der Hanfpflanze. Ausgestattet sind diese mit kleinen Drüsen, diese werden als Trichome bezeichnet. Hier ist sozusagen der Herstellungsort der wertvollen Moleküle. Dazu zählen unter anderen die Cannabinoide und Terpene. Ausgeschieden werden sie über ein viskoses Harz. An den Hanfblätter und ebenso an den Stielen befinden sich ebenfalls Trichome, allerdings ist diese Menge nur sehr gering.

Besonders ins Interesse der Öffentlichkeit ist der Wirkstoff Cannabidiol gerückt, denn dieser weist einige therapeutische Eigenschaften auf.

Das Cannabinoid wird aus den Blüten und Blättern der Hanfpflanze extrahiert und wird zur Produktion des CBD Öls verwendet. Hanfpflanzen, aus denen das CBD-Öl extrahiert wird, müssen aber zertifiziert sein.

Das gewonnene Extrakt wird dann mit einem Trägeröl versetzt, dabei handelt es sich zum Beispiel um Oliven- oder Hanfsamenöl. So ist ein inzwischen beliebtes Nahrungsergänzungsmittel entstanden. Dieses soll das Wohlbefinden steigern und zudem soll es auch einige Beschwerden lindern.

So wird CBD eingesetzt

CBDs können sehr vielseitig eingesetzt werden. Besonders häufig findet man sie als Nahrungsergänzungsmittel. Es soll viele positive Wirkungen bei den unterschiedlichen Krankheitsbildern entfalten.

So findet es beispielsweise seinen Einsatz bei Multiple Sklerose, Arthrose, entzündliche Erkrankungen wie Arthritis, Schmerzen oder Übelkeit. Darüber hinaus wird es aber auch bei Schlafstörungen oder psychischen Probleme wie Angstzuständen, Unsicherheiten oder Posttraumatischen Belastungsstörungen eingesetzt. Das CBD gibt es in unterschiedlichen Formen, es ist entweder als Öl, Tinktur, Kapseln und Creme erhältlich.

Hanföl und CBD Öl unterscheiden sich

Beide Öle werden aus der Hanfpflanze gewonnen, aber ihre chemische Zusammensetzung ist sehr unterschiedlich. CBD Öl enthält sowohl Cannabinoide als auch Terpene, Hanföl dagegen enthält keine Cannabinoide. Das bedeutet aber nicht, dass das Hanföl deswegen nun minderwertig ist. Viel eher verhält es sich so, dass das Hanföl eine ausgezeichnete Nährstoffquelle ist und somit zu einer ausgewogenen Ernährung beiträgt.

Anders als CBD wird Hanföl nicht aus der Blüte der Hanfpflanze gewonnen, sondern aus den Samen. Die Samen enthalten keine Cannabinoide, dafür aber reichlich Omega-3-Fettsäuren und Eiweiß. Mit Hilfe der Kaltpressung werden die Samen zu Öl verarbeitet, was eine extrem reichhaltige Nahrungsquelle darstellt. Darüber hinaus findet das Hanföl aber auch seinen Einsatz im Kosmetikbereich.

CBD boomt

Dem CBD werden viele positive Eigenschaften unterstellt und es wird in einigen Bereichen auch schon zu medizinischen Zwecken verwendet. Für das CBD gibt es unterschiedliche Darreichungsformen.

Sportler können es in Form legaler Hanfproteine konsumieren. Im Lebensmittelbereich wird es häufig als Nahrungsmittel, als Getränke oder auch als Supplements angeboten.

Das CBD boomt wohl so wegen seiner angepriesenen Wirkungsweisen. Angepriesen deswegen, weil aktuell noch keine endgültigen und abschließenden Aussagen getroffen werden können, da noch einige Studien ausstehen. Dennoch ist es einigen Studien inzwischen gelungen, einige positive Eigenschaften des CBDs aufzuzeigen. Das hat sogar schon das Forschungsinteresse geweckt

Somit konnten inzwischen einige Eigenschaften, die dem CBD zugeschrieben werden, inzwischen bereits bestätigt werden. Bestätigung fanden beispielsweise die schlaffördernde Wirkung sowie die beruhigende Wirkung auf das Nervensystem. Zudem bestätigte sich auch die krampflösende und regenerative Wirkung.

Für alle Skeptiker, die noch immer Hanf und Cannabis mit der berauschenden Wirkung gleichsetzen sei gesagt, dass die WADA (World-Anti-Doping-Agency) bereits am 01. Januar 2018 das reine CBD aus der Liste der unerlaubten Dopingmittel gestrichen hat. Das bedeutet, dass Leistungssportler das CBC-Öl seither legal nutzen dürfen.

Noch ein Blick auf das Hanföl

Das Hanföl, das aus den Samen der Hanfpflanze gewonnen wird, weist einen Fettgehalt von mehr als 30 % auf. Dabei ist es extrem reich an Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren. Das bedeutet, hierbei handelt es sich um beste Energiequellen auf pflanzlicher Basis. Gleichzeitig liegt aber der Proteinanteil der gesamten Kalorien bei 25%.

In Puncto Vitamine punkten die Samen ebenfalls, denn pro 100 g Samen enthalten sie 6mg Vitamin E. Das Vitamin gleicht das Cholesterin aus und bekämpft außerdem freie Radiale. Damit wird die Hautgesundheit unterstützt und auch für die Hormonbalance ist gesorgt.

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