
Minden. Die Bundestagswahl 2025 verzeichnet in Minden eine hohe Wahlbeteiligung. Bis 16 Uhr gaben bereits 75,2 Prozent der wahlberechtigten Mindener ihre Stimmen ab – ein Wert, der die Beteiligung der letzten Bundestagswahl zur selben Zeit (knapp 69 Prozent) deutlich übertrifft.
Die 52 Wahllokale in der Stadt sind noch bis 18 Uhr geöffnet, und auch per Briefwahl können Stimmen noch abgegeben werden. Die Wahl in Minden verläuft laut dem Team Wahlen „ruhig und geordnet“. Insgesamt sind 58.877 Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt.
Laut der zweiten Schnellmeldung zur Wahlbeteiligung, die um 16 Uhr eingeholt wurde, haben bis zu diesem Zeitpunkt 44.279 Menschen ihre Stimme abgegeben. Bereits jetzt liegt die Wahlbeteiligung nahe an der Gesamtwahlbeteiligung Nordrhein-Westfalens aus dem Jahr 2021, die 76,4 Prozent betrug.
Ein Blick auf die Verteilung zwischen Urnen- und Briefwählern zeigt eine interessante Entwicklung: Waren um 12 Uhr noch mehr Briefwahlstimmen gezählt worden (15.746) als Urnenwähler (13.757), drehte sich das Verhältnis bis 16 Uhr deutlich. Die Zahl der Briefwähler stieg bis dahin auf 15.901, während die Urnenwahl auf 28.378 anstieg. „Das deutet insgesamt auf eine hohe Wahlbeteiligung hin“, erklärte Ralf Wilkening, Projektleiter Wahlen bei der Stadt Minden.
Wer noch per Briefwahl abstimmen möchte, muss sich beeilen: Die roten Wahlbriefe mit unterschriebenem Wahlschein und dem Wahlzettel im weißen Umschlag müssen bis spätestens 18 Uhr im Briefkasten des Rathauses (Kleiner Domhof 17) eingeworfen sein. Später eingegangene Wahlbriefe können nicht mehr berücksichtigt werden.
Auszählung der Stimmen ab 18 Uhr öffentlich einsehbar
Nach Schließung der Wahllokale um 18 Uhr beginnt die Stimmauszählung. Die Briefwahlstimmen werden in der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule von 20 Briefwahlvorständen erfasst. Die Auszählung kann sowohl dort als auch in den Wahllokalen öffentlich verfolgt werden. Insgesamt sind rund 650 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer im Einsatz.
Die Bundestagswahl 2025 wird nach einem neuen Wahlrecht durchgeführt, das seit Juni 2023 in Kraft ist. Ziel der Reform ist die Verkleinerung des Parlaments auf eine feste Anzahl von 630 Abgeordneten. Die Anzahl der Wahlkreise bleibt mit 299 unverändert, wobei Nordrhein-Westfalen mit 64 Wahlkreisen die höchste Anzahl stellt.
Das neue Verfahren verzichtet auf die bisherige Regelung zu Überhang- und Ausgleichsmandaten, die in der Vergangenheit zu erheblichen Schwankungen in der Größe des Bundestages führten. Nach der Wahl 2021 war das Parlament auf 735 Abgeordnete angewachsen.
Bundestagswahl in NRW: Zahlen und Fakten
In Nordrhein-Westfalen sind rund 12,6 Millionen Menschen wahlberechtigt. Bei der Bundestagswahl 2021 lag die Wahlbeteiligung im Land bei 76,4 Prozent (bundesweit 76,6 Prozent). In den 64 Wahlkreisen treten dieses Jahr 528 Bewerberinnen und Bewerber an (2021: 665).
Von den 15 zugelassenen Parteien in NRW sind CDU, SPD, FDP und Grüne in allen Wahlkreisen vertreten. Die Linke tritt in 63 Wahlkreisen an, die AfD in 62, die Freien Wähler in 47 und Die PARTEI in 12 Wahlkreisen. Zudem gibt es zehn Einzelbewerberinnen und -bewerber.
Mit Blick auf die hohe Wahlbeteiligung in Minden bleibt abzuwarten, ob sich dieser Trend bis zur Schließung der Wahllokale fortsetzt.