NRW/Minden-Lübbecke: Drastischer Rückgang von Sozialwohnungen


Auch in der Mittelstädten ist bezahlbarer Wohnraum knapp – 30 Bewerber warten hier um eine bezahlbare Wohnung zu erhalten Foto:Max Bryan/MR-Foto

KleDüsseldorf/NRW/Kreis-Minden-Lübbecke(mr). Eine Anfrage ergibt in NRW drastischen Rückgang von Sozialwohnungen in Nordrheinwestfalen.  „NRW braucht ein neues Sozialwohnungsprogramm mit einer deutlichen Erhöhung des Fördervolumens“, fordert Landessprecher Rüdiger Sagel,

Die Zahl der Sozialwohnungen ist NRW ist um 40 Prozent in den letzten 10 Jahren auf 544 000 gesunken und gleichzeitig wird der Wohnraum gerade in den Innenstädten dramatisch teurer. Die Kleine Anfrage der Linken an die Bundesregierung mache ein krasses Versagen auch der SPD/Grünen-Landesregierung deutlich, denn die Landesförderung wurde von der NRW-Koalition um rund 150 Millionen Euro jährlich gesenkt, so die die NRW-Linke.

Allein in Nordrhein-Westfalen sank die Zahl der öffentlich geförderten Wohnungen mit Mietpreis- und Belegungsbindung von 844.258 auf 543.983.  Hauptproblem, so Sagel, sind die immer weiter sinkenden Zuschüsse, die für viele – auch öffentliche – Investoren zu niedrig sind.

Die SPD/Grüne Landesregierung konzentriere die immer mehr gekürzten Fördermittel für den sozialen Wohnungsbau vor allem in wenigen Städten mit einem engen und teuren Wohnungsmarkt – wie Köln und Düsseldorf. Dadurch werden andere Regionen, insbesondere auch im westfälischen Landesteil, immer mehr vernachlässigt. Wäre die Förderung attraktiver, würden auch mehr öffentliche Investoren und Wohnungsbaugesellschaften neuen sozialen Wohnraum schaffen, ist die Linke überzeugt.  Viele Mieter könnten sich geförderten Wohnraum für unter 5 Euro noch leisten, aber keine freifinanzierten Wohnungen mit mehr als 8 Euro pro qm. Ein neues Landesprogramm mit einem um mindestens 500 Millionen Euro erhöhten Fördervolumen müsse dringend aufgelegt werden, so Rüdiger Sagel.