Bombenfund Minden: Wichtige Hinweise für Bürgerinnen und Bürger

Minden(mr/sm). Nach einem Bombenfund im Vorhafen der Schachtschleuse am Vormittag laufen die Vorbereitungen für die Evakuierung des betroffenen Bereiches auf Hochtouren. Für die Entschärfung der 1000-Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg muss ein rund 1000-Meter großer Radius um den Bombenfund herum evakuiert werden. gegen 15 Uhr hat die Polizei mit Unterstützung der Städtischen Betriebe damit begonnen, die Straßen zu sperren. Von der Evakuierung sind laut Stadt Minden 3045 Einwohner/innen und Einwohner betroffen. Um 14.15 Uhr hat Landrat Dr. Ralf Niermann die Großschadenslage festgestellt. Es wurden Krisenstäbe beim Kreis und im Rathaus der Stadt Minden einberufen.

Als Anlaufstelle für die betroffenen Einwohner/innen steht die Kampa-Halle zur Verfügung. Die Kampa-Halle kann bereits angefahren werden, die Versorgung wird zurzeit organisiert.  Helfer/innen von Hilfsorganisationen stehen für die Betreuung zur Verfügung.

Die Bombe wurde am Mittwochmorgen an der Schachtschleuse in Minden gefunden. Sie befindet sich in einer Schaufel auf einem Schwimmbagger im Weservorhafen. Die Besatzung des Baggers hat die Bombe gegen 10.15 Uhr bei Arbeiten im Bereich des Verbindungskanals Nord auf Höhe der Kanaleinfahrt zum Bauhafen entdeckt. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg ist vor Ort. Eine Hotline unter der Nummer 0571 89-866 ist eingerichtet.

Der unmittelbare Gefahrenbereich – auch Schiffe und umliegende Betriebe – wurden geräumt, die Bauarbeiten an der Schachtschleuse sind eingestellt. Der Schiffsverkehr auf dem Mittellandkanal kann noch bis 18 Uhr laufen, danach wird der Kanal gesperrt.

Evakuiert werden müssen rund 3045 Einwohner/innen im Umkreis von rund 1000 Meter um den Bombenfund. Der Radius ist im Norden begrenzt durch die östliche Schwerinstraße zwischen Kutenhauser Straße und Weser sowie die Straße Große Trift westlich bis zur Kreuzung Letelner Heidweg im Norden, im Osten durch Letelner Heidweg, Lahder Straße und Friedrich-Wilhelm-Straße (bis Mittellandkanal), im Süden durch den Mittellandkanal zwischen Friedrich-Wilhelm-Straße und Kutenhauser Straße sowie im Westen durch die Kutenhauser Straße zwischen Mittellandkanal und Schwerinstraße

Bus-Verkehr eingerichtet
Ab 16.30 Uhr wurde ein Bus-Shuttleverkehr für die betroffenen Einwohner/innen eingerichtet. Es gibt zwei Routen – auf dem Linken und auf dem Rechten Weserufer. Ziel ist die Kampa-Halle, die als Anlaufstelle für die Evakuierten zur Verfügung steht. Die eine Buslinie (linkes Weserufer) fährt an der Marienstraße folgende Haltestellen/Sammelplätze an: Parkhotel, WEZ-Parkplatz, Wegelinstraße und Schwerinstraße und weiter über Kutenhauser Straße – hier die Haltestellen Schwerinstraße, Wegelinstraße, Saarring, Karolingerweg und Ruhrstraße.

Die zweite Buslinie steht den betroffenen Einwohner/innen auf dem Rechten Weserufer zur Verfügung Die Busse an der Lahder Straße halten an folgenden Punkten: REWE und an der Straße Dreh, am Letelner Heidweg am Schmiedeweg und an der Schule sowie an der Letlener Straße bei der Firma Hillenkötter, am Schmiedeweg, an der Karl-Pabst-Straße, am Maschweg und an der Gaststätte Weserlust.

Infohotiline der Stadt Minden: 0571/ 89 866.

Evakuierungradius

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