Minden: Sturmtief “Friederike” sorgt für viele Feuerwehreinsätze

Zirkuszelt droht wegzuwehen/Bäume und Äste auf Häuser gestürzt/Dach eines Kunstoffunternehmens droht wegzuwehen

Zahlreiche Bäume knickten um und gefährliche Äste fielen auf der Straße. Foto: MR

Minden(mr/sm). Das Orkantief „Friederike“ ist am heutigen Mittag mit voller Wucht in Minden angekommen. Die Feuerwehr hat am Mittag ihren Stab einberufen. Seit 11.30 Uhr gilt der Ausnahmezustand. Alle 140 verfügbaren Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr (15 Löschgruppen) sind seit 14 Uhr im Dauereinsatz.

Die Berufsfeuerwehr Minden koordiniert die Einsätze. Aktuell (Stand: 15.45 Uhr) wurden 81 Einsätze gezählt, Tendenz weiter steigend. Im Schwerpunkt versperren umgestürzte Bäume Straßen und Bäume/größere Äste sind auf Autos oder Häuser gestürzt. Eine Feuerwehrfrau wurde bei einem Einsatz leicht verletzt. Weitere Personenschäden liegen nach Auskunft von Feuerwehrleiter Heino Nordmeyer derzeit nicht vor.

Aktuell gibt es drei Einsatzschwerpunkte für die Feuerwehrleute: Am Saarring droht ein Zirkuszelt wegzuwehen, das durch das Technische Hilfswerk (THW) gesichert wird. Beim Unternehmen Kunststoff Weber (Harkortdamm) droht das Dach einer Halle wegzuwehen. Auch dieses muss gesichert werden. Das THW ist angefordert. An der Uferstraße drückt ein Baum auf ein Haus. Dieser müsste mit Hilfe eines Krans abgesichert werden, was aber derzeit schwierig sei, da Kräne derzeit nicht zur Verfügung stünden, so Nordmeyer. Auch hier ist nun das THW gefordert.

Die Orkan-Warnung der Stufe 3 von 4 gilt für den Kreis Minden-Lübbecke voraussichtlich bis 22 Uhr. Bei solch starken Böen können zum Beispiel Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. Auch herabstürzende Äste oder Dachziegel bilden Gefahren, so der Deutsche Wetterdienst. Vom Aufenthalt im Freien wird abgeraten. Die Böen können Windgeschwindigkeiten von 90 bis 115 Kilometern pro Stunde erreichen.

Der Sturm hat Minden weiter im Griff. Feuerwehrleiter Heino Nordmeyer rechnet erst am Abend mit einer Entspannung der Lage. Er rät allen Bürgerinnen und Bürger: Bei Sturm in Orkanstärke sollten die Menschen möglichst zu Hause oder in Gebäuden bleiben. Baumreiche Straßen/Gebiete, wie das Glacis, sollten unbedingt gemieden werden. Es ist damit zu rechnen, dass auch größere Äste abbrechen oder gar Bäume umknicken. Und: Bürger*innen sollten in ihren Gärten, auf Terrassen und Balkonen prüfen, ob Gegenstände herumfliegen können und diese ggf. befestigen/in geschlossene Räume stellen.

 

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