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Occupy Minden weist Banken in die Schranken

Minden(mr). Die Banken in die Schranken“ zu weisen. Das wollten die Menschen die sich am Samstag (12.11.2011) vor dem Rathaus, auf dem Scharn in Minden, versammelten. Damit schloss sich die „Empört Euch“ Minden Gruppe den bundesweiten Protesten unter dem Motto  „Die Banken in die Schranken“ an. Die bundesweit größten Aktionen fanden in Frankfurt und Berlin statt.

Am Infostand der Gruppe gab es die Möglichkeit auf einer „Wandtapete“  seine Wünsche oder Empörung niederzuschreiben, sich an einer Petition zu beteiligen, Informationen zu erhalten. Passanten wurden mit „Spekulantenkeksen“ (Spekulatius) und dem „Zins“ (Schokotaler) auf die Aktion aufmerksam gemacht.  

 Julia Wochner, die Initiatorin der „Empört Euch“ Minden Gruppe, eröffnete dass „offene Mikrofon“. Am „offenen Mikrofon“ hatte jeder, der etwas sagen wollte die Möglichkeit dazu und  nach kurzer Zeit beteiligten sich immer mehr Passanten mit eigenen Redebeiträgen. Kritik äußerten die Menschen, an der Verteilung des Geldes, der Spekulation der Banken, und insbesondere die Spekulation auf Lebensmitteln und den Umgang mit der Umwelt und der Erde.

Kritik auch an der „Lokalpolitik“ und der Gier der Menschen

„Man darf aber nicht nur den Banken, die Schuld geben“, so eine Sprecherin am offenen Mikrofon“ vielmehr sei es die Gier der Menschen, die bei uns allen, auch den Mindenerinnen und Mindenern vorherrsche. Als Beispiel nannte die Sprecherin, exorbitante Mieten die Hausbesitzer von Gewerbeimmobilien in der Innenstadt von Selbständigen oder Existenzgründern verlangten 

Auch über andere Themen der Lokalpolitik empörten sich Sprecher am „offenen Mikrofon“. So wurde der Bau des Mindener Klinikums an der Stadtgrenze zu Porta Westfalica kritisiert.  Eine Klinikum gehöre in die Innenstadt. Durch den Bau außerhalb, habe man die Innenstadt Mindens weiter geschwächt, so eine Sprecherin am offenen Mikrofon.

“Lebensmittelspekulation tötet alle fünf Sekunden ein Kind”

Ein besonderes Problem sei die weltweite Spekulation auf Nahrungsmittel, so Julia Wochner. Alle fünf Sekunden sterbe auf der Welt ein Kind, weil Finanzunternehmen  mit Lebensmittel spekulieren.

Aber auch die normalen Bürgerinnen und Bürger hätten ihren Anteil daran. Trotz des Wissens  über die schlechten Produktions- und Arbeitsbedingungen und die damit auch einhergehende Umweltzerstörung werden diese durch den größten Teil der Gesellschaft durch den Konsum der Produkte unterstützt.

„Wir gehen mit der Welt um, als hätten wir noch eine zweite im Schrank“ so Julia Wochner und fragt was wir für eine Welt unseren Kindern hinterlassen wollen.  „Eine Welt ohne Rente, Armut, mit einer zerstörten Umwelt und viel Krieg?

Die Empört Euch Minden Gruppe trifft sich jeden Montag im Bildungswerk für Friedensarbeit (BF), Alte Kirchstraße 11 und ist für alle Interessierten offen. Die Gruppe ist bei Twitter unter twitter.com/occupyMinden und bei Facebook unter facebook.com/occupy.minden zu finden.

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