Minden: Projekt “Kulturstrolche” wird weitergeführt

Minden(mr/sm). Das Theater besuchen, in Museen stöbern oder die Möglichkeiten der Bibliothek erkunden – es sind grundlegende Kulturerfahrungen wie diese, die Mindener Grundschüler seit 2009 im Rahmen des Projekts „Kulturstrolche“ sammeln. Zum zweiten Mal geht das Projekt am Anfang des neuen Schuljahrs an den Start. Diese Woche unterzeichneten Vertreter der beteiligten Mindener Kulturinstitutionen und Schulen die Kooperationsvereinbarung.

Die Vertreter der beteiligten Kulturinstitutionen und Schulen bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung im kleinen Rathaussaal. Im Vordergrund Carsten Reuß vom Preußenmuseum und Petra Plottke von der Grundschule Dankersen-Leteln.

700 Kinder aus den zweiten Klassen von neun Mindener Schulen werden in den kommenden drei Jahren einen Streifzug durch Mindens Kulturlandschaft antreten. Der Kontakt mit lokalen Kulturangeboten soll Anreize schaffen und neugierig machen. Das vom Kulturbüro in Zusammenarbeit mit acht Mindener Kulturinstitutionen und diversen Schulen erarbeitete Programm sieht ganz unterschiedliche Stationen vor: Das  Stadttheater, das Kommunalarchiv, die Stadtbibliothek, das Preußen-Museum, die Volkshochschule, MusikMinden, das Mindener Museum sowie das Kulturzentrum BÜZ. Außerdem stehen Konzertbesuche und die Zusammenarbeit mit Künstlern auf dem Programm. Jeder teilnehmende Kulturstrolch erhält zum Projektauftakt einen Kulturstrolche-Pass, in dem jede Kulturbegegnung mit einem Sticker belohnt wird. So können die Kulturstrolche ihre eigene Kultur-Geschichte dokumentieren.

Erdacht und erprobt wurden die “Kulturstrolche” im Rahmen eines Modellprojekts der Stadt Münster. Das Kultursekretariat NRW Gütersloh griff die Idee auf und ermöglicht die Umsetzung der Kulturstrolche in den Mitgliedskommunen. Die teilnehmenden Städte werden mit Fördermitteln sowie organisatorisch unterstützt.

Damit die Kulturbegegnungen einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen, werden sie intensiv begleitet und in den Unterricht eingebettet. Bereits während des ersten Durchgangs haben Kulturinstitute und Schulen entsprechende Konzepte entwickelt und erprobt, die dieses ermöglichen. So wird der Theaterbesuch um eine Führung hinter den Kulissen oder einen Workshop, bei dem erste Schritte auf der Bühne getan werden, ergänzt. Das Kommunalarchiv lädt die Strolche zu einem Forschungsaufenthalt ein, vorbereitet durch eine Einführung in der Schule. Für die übrigen Institute sind eigene Lösungen erarbeitet worden. Die Verzahnung der Angebote mit den Lehrplänen und ihre Einbindung in die schulinternen Programme soll im Austausch zwischen Schulen, Kulturinstituten und Kulturbüro in den kommenden Jahren noch intensiviert werden.

Dass der Aufwand lohnt, bewies der 2009 gestartete und Ende des Schuljahres 2011/12 auslaufende erste Durchgang des Projekts: „Die beteiligten Kollegen und Schüler waren durchweg begeistert“, zieht Petra Plottke, Schulleiterin der Grundschule Dankersen-Leteln, Bilanz. Mit der der Eine-Welt-Schule, der Mosaik-Schule, der Domschule, den Grundschulen Dankersen-Leteln und Kutenhausen und der Cornelia-Funke-Schule sind unter den aktuellen Projektteilnehmern alle sechs Schulen, die auch 2009 in das Pilotprojekt starteten. Im kommenden Schuljahr neu dabei sind die Bierpohlschule, die Förderschule Kuhlenkamp sowie die Hohenstaufenschule.

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