Minden-Lübbecke: Kai Abruszat fordert mehr Flexibilität im offenen Ganztag

Kreis-Minden-Lübbecke(mr).  Der heimische FDP-Landtagsabgeordnete Kai Abruszat hat sich für mehr Flexibilität beim offenen Ganztag an Grundschulen im Kreis Minden-Lübbecke ausgesprochen. „Eltern wollen für ihre Kinder eine verlässliche und qualitative Betreuung. Zugleich muss die Betreuung in der Grundschule aber so ausgestaltet sein, dass den Kindern hinreichend Zeit für eine sinnvolle Freizeitgestaltung außerhalb der Schule verbleibt“, fordert Abruszat mehr Flexibilität ein.

Medienberichten zufolge werden viele Eltern in Grundschulen mit Nachmittagsbetreuung dahingehend bedrängt, ihre Kinder möglichst lange im offenen Ganztag zu belassen. „Wenn Kinder außerhalb des Ganztagsangebotes ihren musischen und sportlichen Neigungen nachgehen wollen, muss dieses auch während der sonst üblichen Betreuungszeiten möglich sein, ohne dass Eltern den Betreuungsplatz zu verlieren drohen oder Kommunen für den vom Land bezuschussten Ganztagsplatz Fördergelder zurückerstatten müssen“, so Abruszat weiter.

In diesem Zusammenhang verweist Abruszat darauf, dass zum Beispiel die Stadt Hamm einen Förderbetrag in Höhe von 850.000 Euro an das Land zurückzahlen musste, weil zahlreiche Kinder an dem vom Land geförderten Nachmittagsangebot teilweise nicht teilgenommen haben sollen. Diese Flexibilität sei auch im Interesse zahlreicher Vereine, die nur so ihre unerlässliche Nachwuchsarbeit aufrechterhalten könnten.

Ebenso gelte dieser Gesichtspunkt für öffentliche Bildungseinrichtungen wie zum Beispiel Musikschulen oder Museen, die von mehr Flexibilität in der Freizeitgestaltung von Familien profitieren könnten. „Wir brauchen einen fairen und rechtssicheren Interessensausgleich zwischen der erforderlichen pädagogischen Qualität und einer bloßen Beliebigkeit bei der Ganztagsbetreuung an den Grundschulen. Hier muss das Land klare Regelungen definieren“, begründet Abruszat die Initiative der FDP, dieses im Landtag zum Thema zu machen.

Neben Planungssicherheit für Schulen, Eltern, Kindern und Kommunen müsse zudem darüber diskutiert werden, wie zukünftig die Ferienbetreuung in ein solches Konzept integriert werden könne. Gerade hier gebe es aufgrund der gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen und der Veränderungen in der Arbeitswelt neue Herausforderungen, denen sich das Land stellen müsse.

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