Minden: Rewe hat Interesse an kleinem Supermarkt auf Klinikumsbrache

Minden(mr). Das Lebensmittelunternehmen Rewe hat bereits seit mehr als vier Jahren Interesse an der Ansiedlung einen Supermarktes auf der Klinikumsbrache in Minden. Das haben Gespräche und Recherchen der Linken ergeben. Während die Investoren, die Volksbank Mindener Land und die Mehrheit des Rates, insbesondere SPD und CDU, immer darauf verweisen, dass die Lebensmittelunternehmen nur noch große Supermärkte bauten, so zeigt  Firma REWE sich an einer Entwicklung mit einer Größe von circa 1500qm Verkaufsfläche interessiert. Die Verkaufsfläche des geplanten WEZ an dieser Stelle soll ungefähr 3300qm betragen. Die Linke hält diese Planung, unter Bezugnahme auf die Erläuterung des Büros Wolters und Partner und der KPMG Studie zum Thema Einzelhandel für städtebaulich unverträglich.  Bei der Erstellung von städtebaulichen Gutachten sieht die Linke in der stetigen Vergabe an die CIMA fast schon ein Beratungsmonopol. Deshalb fordert die Partei die Erstellung eines neuen Gutachtens, sowie die zukünftig freie Ausschreibung bei der Auftragsvergabe.

Rewe-Minden
Rewe ist interessiert auf dem ehemaligen Klinikumsgelände ein Supermarkt zu erreichten. Auch WEZ ist interessiert will aber mehr als das doppelte an Verkaufsläche betreiben. Foto: MR-Foto

Das einzige was für eine Nahversorgung objektiv betrachten fehlen könnte, sei ein Nahversorger in Form eines klassischen Supermarktes. Die Linke verweist darauf, dass anders als bisher suggeriert offensichtlich auch Betreiber für kleine Handelsflächen gefunden werden könnten. „Die Politik hat, bei der Städteplanung, auf die Interessen und Wünsche der Bürgerinnen und Bürger zu hören und nicht Bebauungspläne an die Wünsche von Investoren anzupassen“, so Stefan Schröder, Sprecher der Mindener Linken vor dem Hintergrund des Interesses von Handelsunternehmen, auch an kleineren Verkaufsflächen.

Rewe will kleine Lösung seit 2010

Nach Angaben des Unternehmens habe die Firma Rewe seit 2010 immer wieder Gespräche mit der Profilia aus Porta Westfalica geführt und ihr Interesse am Standort bekundet. Nach ersten Einschätzungen und Gesprächen würde der Markt auch den gewonnenen Erkenntnissen aus der KPMG Studie entsprechen. Nach den Erkenntnissen der KPMG haben sich die Anforderungen der Konsumenten an einen Lebensmittelsupermarkt geändert. Die Konsumenten erwarten eine höhere Flexibilität und der schnelle Einkauf um die Ecke gewinnt immer mehr an Bedeutung. So könnte ein Markt in der, von Rewe geplanten Form und Größe, das fehlende Sortiment in diesem Bereich sinnvoll komplettieren, ohne bestehendes Angebot zu gefährden und bietet auch die Möglichkeit des schnellen Einkaufs auf dem Heimweg von der Arbeit.

 

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