Minden: „Juchhu, Kirschen. Ihr seid die Besten!“

Minden(mr/dm). Im Bezirk Königstor entsteht ein Obsthain zum freien Selbstbedienen.
Seit Sonntag gesellen sich eine Zwetsche, Mirabelle, Kirsche sowie
Johannisbeeren zu den vorhandenen Äpfelbäumen. Die Erdarbeiten auf der
Rasenfläche des Goetheparks teilten sich fünf Engagierte von der «essbaren
Stadt» und drei vom örtlichen BUND.

Für die Mittagszeit um 12 Uhr hatten sie sich im Goethepark verabredet.
Sebastian Freund (BUND) brachte die Jungbäume mit. Sonniges Herbstwetter
verschönerte den „Pflücken erlaubt“-Gärtner/-innen das Arbeiten.

Andrea Sperr, Bettina Fugh und Sebastian Freund treffen Vorbereitung für die Baumplanzaktion. Foto: Privat
Andrea Sperr, Bettina Fugh und Sebastian Freund treffen Vorbereitung für die Baumplanzaktion. Foto: Privat

Das Ausheben der Erde ging überraschend gut von der Hand. Vor dem Einsetzen
eines Baumes wurde die Grube jeweils mit dünnem Maschendraht ausgelegt. „Das
macht man zum Schutz gegen Wühlmäuse.“ erklärte Sebastian. Zum Abschluss
wurden Holzpfähle eingeschlagen und die jungen Bäume daran befestigt.

Für dreizehn Uhr hatten sich Aktive vom Stadtteilbündnis „Aktiv für/in
Königstor“ angekündigt. Ortsvorsteher Athanasios Vlachos hat eine Karte mit
einem chinesischem Sprichwort mitgebracht: „Das Leben beginnt mit dem Tag,
an dem man einen Garten anlegt.“ Mit einem Gläschen Anregendem wurde mit
ihnen auf das Pflanzergebnis angestoßen. Eine betreute Gruppe einer sozialen
Einrichtung kam dazu, um sich das Parkgärtnern einfach mal anzusehen.

„Aus dem Pflaumenbaum ist eine Zwetsche geworden.“ meint Detlef Müller, der
für die Foto- und Pressearbeit zuständig ist. „Und drei schwarze
Johannisbeeren sind hinzugekommen.“ Jemand hatte einen großen Strauch
mitgebracht, der dreigeteilt und nahe einer Parkbank eingepflanzt wurde.
Alles andere ist gelaufen wie geplant. Noch vor 14 Uhr konnten Spitzhacke,
Spaten und alle anderen Utensilien wieder in den Kofferräumen verstaut
werden. Die Gartencrew konnten wieder abrücken.

Königstor-Bewohner Manfred Stock ist zufrieden. Er wird von der essbaren
Bereicherung des Stadtteils profitieren. Kleiner Wermutstropfen dabei: Es
wird ein paar Jahre dauern, bis die kleinen Bäumchen Früchte tragen.

Einen spontanen Kommentar lockte ein Bild von der Pfanzaktion hervor, das
nachmittags gepostet wurde. „Juchuuuh KIRSCHEN! ihr seid die besten !“
schrieb Gisela Posch bei Facebook. Die Österreicherin ist im
interkulturellen Garten Bärenkämpen engagiert. Und sie scheint eine
ausgesprochene Vorliebe für Kirschen zu haben.

 

 

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