Woche der Brüderlichkeit: Bundesweiter Fokus auf Minden

Rudolf Sirsch, Generalsekretär des DKR, Ricklef Münnich, ev. Präsident des DKR, Pfarrer Bernhard Speller, Vorsitzender der GCJZ Minden, und Michael Buhre, Bürgermeister der Stadt Minden, stellen das Veranstaltungsprogramm der Woche der Brüderlichkeit 2011 vor.
Woche der Brüderlichkeit: Bundesweiter Fokus auf Minden. ARD überträgt.

Minden. Mit einem Festakt im Stadttheater wird am 13. März die Woche der Brüderlichkeit bundesweit eröffnet. Minden ist 2011 Gastgeber für die zentrale Eröffnungsveranstaltung. Die diesjährige Woche steht unter dem Motto „Aufeinander hören – Miteinander leben“.

Die Vergabe der Veranstaltung an die Weserstadt sind der aktiven jüdischen Gemeinde und dem 50-jährigen Jubiläum der Mindener Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ) im Jahr 2010 zu verdanken. „Wir sind sehr stolz darauf, dass Minden mit der Feier in den bundesweiten Fokus rückt“, so Bürgermeister Michael Buhre.

In Minden wurde im Jahr 1968 die erste Buber-Rosenzweig-Medaille verliehen. Preisträger waren Prof. Dr. Friedrich Heer und Prof. Dr. Friedrich-Wilhelm Marquardt. Seitdem wird die Medaille jedes Jahr im Rahmen der zentralen Eröffnungsfeier an einen oder zwei Preisträger verliehen.

Verantwortlich für die Organisation der Woche der Brüderlichkeit in Minden sind der Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Deutschland (DKR), die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Minden e.V. und die Stadt Minden. „Wir wünschen uns für die Veranstaltungen einen offenen Dialog, Freude an der Begegnung und Freude an der Zusammenarbeit zwischen Menschen vieler Religionsgemeinschaften und aus den verschiedensten Kulturkreisen“, erklärt Bürgermeister Michael Buhre.

Am Eröffnungswochenende der Woche der Brüderlichkeit vom 11. bis 13. März finden in Minden zahlreiche hochrangige Veranstaltungen statt, an denen zum Teil nur mit Einladung teilgenommen werden kann. Das betrifft den Schabbatgottesdienst am Freitag, den Vortrag von Navid Kermani und die Christlich-Jüdische Gemeinschaftsfeier am Samstag sowie die zentrale Eröffnungsfeier am Sonntag.

Der diesjähige Preisträger der Buber-Rosenzweig-Medaille, Navid Kermani, wird am Samstag, 12. März, im Großen Rathaussaal zum Thema „Europas Grenzen?“ referieren. Im Anschluss findet in der Petri-Kirche eine Christlich-Jüdische Gemeinschaftsfeier mit Erzbischof Hans-Josef Becker, Landesrabbiner Dr. h.c. Henry G. Brandt und dem Präses Dr. h.c. Alfred Buß statt.

Zu der zentralen Eröffnungsfeier im Stadttheater am Sonntag, 13. März, werden in Minden neben der Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft, auch zahlreiche hochrangige Kirchenvertreter, Botschafter/innen sowie weitere bundes- und landesweit bekannte Persönlichkeiten wie Frank-Walter Steinmeier, Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Bundesjustizministerin, erwartet.

Bei der Veranstaltung, die noch am selben Tag ab 23.35 Uhr in der ARD übertragen wird, werden Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, Pfarrer Ricklef Münnich, Evangelischer Präsident des Deutschen Koordinierungsrates, sowie Michael Buhre, Bürgermeister der Stadt Minden, sprechen.

Die Laudatio für den Preisträger Navid Kermani wird der jüdische Publizist Sergey Lagodinsky halten. Für die musikalische Untermalung der Feier sorgen der Mindener Anton Sjarov und Dorado Vagabundi sowie Dr. Massoud Atai. Die Moderation übernimmt Anna Planken vom WDR.

Die zentrale Eröffnungsfeier wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm begleitet, zu dem alle interessierten Mindener herzlich eingeladen sind. Am Samstag, 12. März, wird der Kölner Künstler Gunter Demnig in Minden und Petershagen neue Stolpersteine verlegen und Prof. Dr. Arno Herzig referiert im Martinihaus zum Thema „Minden in der deutsch-jüdischen Geschichte“.

Am Sonntag, 13. März, finden ein ökumenischer Gottesdienst in der Martinikirche sowie zwei Stadtführungen statt. Die Tucholsky Bühne führt am Sonntagabend in der Bürgerhalle des Rathauses das Theaterstück „Alles auf Zucker“ auf und der Liedermacher Erich Schmeckenbecher wird im Kulturzentrum BÜZ auftreten.

Auch über das Eröffnungswochenende hinaus werden zahlreiche Veranstaltungen in Minden stattfinden. Höhepunkte sind eine Lesung der bekannten Kinderbuchautorin Mirjam Pressler, eine musikalische Lesung mit der Schauspielerin Ulrike Kriener, eine Ausstellung im Verwaltungsgericht „Anwalt ohne Recht“, sowie die Aufführung der „Johannespassion“ in der Marienkirche.

Der Veranstaltungsprogramm zur Woche der Brüderlichkeit ist im Rathaus, den Kirchengemeinden und Kulturinstitutionen, bei der Buchhandlung Hagemeyer sowie der Minden Marketing GmbH kostenlos erhältlich




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