Minden: Auftakt der Haus- und Straßensammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge

Minden(mr/sm).  “Der Frieden ist keine Selbstverständlichkeit, wir müssen etwas dafür tun“. Das stellten der stellvertretende Bürgermeister Egon Stellbrink, der Vorsitzende des Volksbundes Minden, Reinhard Tschapke, und Oberstleutnant Hugo Spier (Pionierregiment 100 der Bundeswehr) jetzt zum Auftakt der Haus- und Straßensammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) im Rathaus heraus. Seit vielen Jahren bereits wird hier die Spendenaktion gestartet, die in diesem Jahr vom 1. bis 18. November läuft.

Der Erlös 2012 ist im Schwerpunkt für die Pflege von Gräbern in Westeuropa bestimmt, nachdem in den vergangen Jahren sehr viel Arbeit in die Herrichtung von Kriegsgräberstätten in Osteuropa investiert wurde. Mehr als 1.000 Fußballfelder groß sei die Fläche der zu pflegenden Kriegsgräber in Nord-, Süd- und Westeuropa, die im Schwerpunkt in den 1950er und 1960er Jahren entstanden.

21.500 Euro kamen 2011 bei der Sammlung im Kreis Minden-Lübbecke zusammen. Das berichtete Horst Rathert von der Geschäftsstelle bei einem Pressetermin zum Auftakt. Ziel sei es, mindestens das Ergebnis der Vorjahres wieder zu erreichen.

Der stellvertretende Bürgermeister Egon Stellbrink lobte das Engagement der Bundeswehr vor Ort, die jedes Jahr einen Großteil der Spenden in Minden, Porta Westfalica und Petershagen sammelt. Bei der Sammlung in diesem Jahr und auch weiterhin will der Volksbund „neue Wege gehen“, wie Vorsitzender Tschapke ankündigte. Die Soldaten sollen von Schülerinnen und Schülern begleitet werden. Auch das Mindener Bürgerbataillon unterstützt die Sammlung in Minden.

Trotz der Unterstützung des Bundes sei der Volksbund auf Spenden angewiesen, machte Tschapke deutlich. Kriegsgräber seien auch Mahnungen, sich weiter für den Frieden einzusetzen. Weltweit gebe es immer wieder Kriege und Krisen mit vielen Toten, wie in Afghanistan, im Irak, in Syrien und im Libanon.