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Stemwede: Erneute Brandstiftung in Destel

Stemwede (mr/kpb). Nach zwei Bränden in einer Fachwerk-Scheune und einem Stallanbau im Dezember und Januar ist der Polizei am vergangenen Sonntag ein weiterer Brand in einem seit längerer Zeit leer stehenden Haus in Stemwede-Destel (Kreis Minden-Lübbecke) gemeldet worden. Mittlerweile geht die Polizei in allen drei Fällen von Brandstiftung aus und hält einen Tatzusammenhang für wahrscheinlich.

Ein Spaziergänger war am Sonntagnachmittag auf eine eingeschlagene Türscheibe an dem seit einem Jahr unbewohnten und nicht mehr möblierten Gebäude an der Straße Im Haue aufmerksam geworden. Brandexperten der Mindener Kripo schauten sich am späten Montagnachmittag die Räume genauer an. Die Beamten hatten in Begleitung von zwei Diensthundeführern aus Stukenbrock und deren Brandmittelspürhunde zuvor noch den Wohnhausbrand in Lübbecke-Stockhausen und das ausgebrannte Auto auf dem Parkplatz der Firma IMA-Klessmann untersucht. Daher kamen auch in Destel die speziell ausgebildeten Hunde zum Einsatz.

Sehr schnell konnte festgestellt werden, dass sich direkt hinter der beschädigten Tür auf dem Boden eine Brandstelle befand. Hier wurde das Feuer gelegt, dessen Flammen zum Glück nicht ausreichend Nahrung fanden. Schließlich ging das Feuer von selbst wieder aus. Wann der Brand gelegt wurde, ist noch unklar. Möglicherweise liegt die Tat mehrere Tage zurück. Da die beiden vorherigen Brände jeweils Samstags ausbrachen, könnte auch dieses Feuer am Samstag gelegt worden sein. Die Polizei fragt daher: Wer hat das Gebäude in den letzten Tagen unbeschädigt gesehen oder kann Angaben machen, wann die Türscheibe eingeschlagen war? Wer hat Personen oder Fahrzeuge im Umfeld des Hauses bemerkt? Hinweise werden erbeten unter 0571-88660.

Wie bereits berichtet, war am Samstag, 26. Januar, um kurz nach 22 Uhr, ein Brand einer Fachwerk-Scheune an der Schmiedestraße gemeldet worden. Bei der späteren Untersuchung der Brandstelle durch die Polizei sowie einem Ursachensachverständigen wurden Brandschuttproben entnommen und zur Untersuchung dem Landeskriminalamt (LKA) in Düsseldorf übersandt. Mittlerweile liegen dazu die Ergebnisse vor. Die Experten fanden in den Proben keine Hinweise auf die Verwendung eines Brandbeschleunigers. Allerdings spricht auch in diesem Fall einiges für eine Brandstiftung, so die Einschätzung der Beamten.

Dies gilt auch für das Feuer in einem Stallanbau an der Ecke Lübbecker Straße und Im Strange am Samstag, 29. Dezember.

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