Stadtwerke Minden eröffnet

Minden(mr/sm). Unter dem Titel „Wir sind wieder hier“ sind die neugegründeten Mindener Stadtwerke am gestrigen Montag (8. April) „an den Start gegangen“. Mit der Eröffnung des Kundencenters am Großen Domhof vor Medienvertretern und einem Festakt haben sich Gesellschaft und Einrichtung der Öffentlichkeit vorgestellt. Ab heute, Dienstag, können Strom und Gas von den Mindener Stadtwerken bezogen werden. Die Stadt Minden hält über ihre Tochter MEW (Mindener Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH) 51 Prozent, die GWS Stadtwerke Hameln 49 Prozent an der Gesellschaft.

Mit der Durchtrennung eines rotes Bandes eröffneten Geschäftsführer Joachim Schmidt (zweiter von links), Geschäftsführerin Susanne Treptow (Mitte), Bürgermeister Michael Buhre (zweiter von rechts) und Helmut Feldkötter, GWS Stadtwerke Hameln GmbH (rechts) das neue Kundencenter der Mindener Stadtwerke am Großen Domhof.
Mit der Durchtrennung eines rotes Bandes eröffneten Geschäftsführer Joachim Schmidt (zweiter von links), Geschäftsführerin Susanne Treptow (Mitte), Bürgermeister Michael Buhre (zweiter von rechts) und Helmut Feldkötter, GWS Stadtwerke Hameln GmbH (rechts) das neue Kundencenter der Mindener Stadtwerke am Großen Domhof.

Rund 130 Gäste konnte Bürgermeister Michael Buhre, auch Aufsichtsratsvorsitzender der Mindener Stadtwerke GmbH, im Großen Rathaussaal begrüßen. „Mit Unterbrechung von 2007 bis Ende 2012 wird die mehr als 100-jährige Geschichte der Mindener Stadtwerke jetzt fortgesetzt“, stellte Buhre fest. Er machte deutlich, dass die Daseinsvorsorge in die Hände kommunaler Unternehmen gehöre. „Leistungen zur Energieversorgung müssten sicher, umweltfreundlich und vor allem für jedermann bezahlbar erbracht werden“, so der Bürgermeister.

Mit der GWS Stadtwerke Hameln GmbH, die sich in einem strukturierten Auswahlverfahren durchsetzen konnte, habe Minden einen „starken und erfahrenen Partner“ für den Neubeginn an der Seite, so Buhre. Gemeinsames Ziel sei es, eine zuverlässige, ortsnahe und kundenorientierte Energieversorgung mit verschiedenen Produkten und Dienstleistungen zu garantieren. Im Fokus der Unternehmenspolitik stehe die Gemeinwohlorientierung und nicht die Gewinnmaximierung. Im Sinne des Klimaschutzes bedeutet dies auch Investitionen in die regenerative Strom- und Wärmeerzeugung sowie in den Ausbau der dezentralen Energieversorgung. Langfristiges Ziel ist es auch, die Netze für die Stadtwerke „zurück zu gewinnen“. Die Neukonzessionierungen stehen 2017 (Strom) beziehungsweise 2021 (Gas und Wasser) an.

Festredner Hans-Joachim Reck, seit 2007 Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (Berlin), bestärkte die Stadt Minden in der getroffenen Entscheidung, Stadtwerke neu zu gründen. „Man kann von einer Renaissance sprechen“, so Reck in Bezug auf den deutschlandtypischen Trend zur Rekommunalisierung in der Energiewirtschaft. Minden habe den richtigen Schritt mit einer „zudem Ländergrenzen überschreitenden Partnerschaft“ gemacht. Stadtwerke hätten ein überwiegend sehr positives Image in der Bevölkerung, so Reck. Im Folgenden forderte er – auch in Bezug auf die EEG-Umlage und finanzierbare Strompreise – ein neues Steuerungsmodell für die Energiewirtschaft in Deutschland insgesamt.

Vor dem Festakt eröffneten Bürgermeister Michael Buhre und die beiden Geschäftsführer der Mindener Stadtwerke GmbH, Susanne Treptow (Hameln) und Joachim Schmidt (Minden), das neue Kundencenter, das in den ehemaligen Räumlichkeiten des Bereiches Jugendarbeit und der Verbraucherberatung entstanden ist. Hier ist am heutigen Dienstag (9. April) der Vertrieb von Strom und Gas gestartet. Am kommenden Samstag, 13. April, wird es von 10 bis 17 Uhr im und am Kundencenter einen „Tag der offenen Tür“ geben. Neue Kunden werden mit einer Energiesparbox belohnt. Neben einer Hüpfburg gibt es einen Luftballonwettbewerb für Groß und Klein, bei dem tolle Preise winken. Für musikalische Unterhaltung und das leibliche Wohl ist auch gesorgt

Internetseite: www.mindener-stadtwerke.de

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