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Minden: Stadt gut auf die Ankunft der Flüchtlinge vorbereitet

Minden(mr/sm). „Alle haben sehr gut mitgewirkt“, fasst der Erste Beigeordnete der Stadt Minden heute bei einem Ortstermin auf dem Gelände der ehemaligen Käthe-Kollwitz-Realschule in Minden-Häverstädt zusammen. Das Lob ist an die DRK-Helfer/innen, die Feuerwehr, die Polizei sowie die zahlreichen Mitarbeiter/innen der Stadtverwaltung und der Städtischen Betriebe gerichtet, die an den Vorbereitungen für die Einrichtung einer Flüchtlings-Notunterkunft seit Donnerstag (23. Juli) beteiligt waren. 150 Asylsuchende werden im Laufe des heutigen Montags erwartet. Sie werden in Bussen aus Bielefeld eintreffen, wo die Erstaufnahme bereits erfolgt ist. Die Stadt sei insgesamt gut auf die Ankunft der Flüchtlinge vorbereitet, so Kienzle weiter.

DRK-Mitglieder und freiwillige Helfer bereiten das Verpflegungszelt vor. Foto: Lewerenz/Stad Minden
DRK-Mitglieder und freiwillige Helfer bereiten das Verpflegungszelt vor. Foto: Lewerenz/Stad Minden

Der Stadt Minden blieben nach dem Amtshilfeersuchen der Bezirksregierung Detmold, das den Ersten Beigeordneten am späten Mittwochnachmittag erreichte, nur wenige Tage, um die Sporthalle Minden-Süd für die Unterbringung von 150 Flüchtlingen auszustatten, ein Verpflegungszelt nebst Bänken und Tischen zu organisieren sowie Räumlichkeiten in der ehemaligen Realschule für den Sanitätsdienst, den Sicherheitsdienst und für die Lagerung von Materialien herzurichten. Die „To-Do-Liste“ war aber insgesamt noch viel länger. So mussten auch Feldbetten organisiert – das hat die Feuerwehr Minden übernommen -, ein Caterer für die Verpflegung gefunden, Ansprechpartner vor Ort rekrutiert und eine Hilfsorganisation für die Betreuung engagiert werden.

„Ein wichtiger Punkt war ebenfalls, umgehend die Anwohner/innen zu informieren, die Sportvereine zu kontaktieren, die in der Sporthalle regelmäßig trainieren, Ferienspiele zu verlegen und Dolmetscher zu finden, die auf freiwilliger Basis Übersetzungstätigkeiten leisten“, so Kienzle weiter. Dadurch, dass momentan Schulferien sind, musste der Schulsport der benachbarten Grundschule und der Käthe-Kollwitz-Realschule nicht verlegt werden. „Dafür werden wir nach den Ferien, sollte die Notunterkunft weiter bestehen, einen Plan B haben“, erläutert der Erste Beigeordnete.

Der DRK-Kreisverband Minden kümmert sich bis zum 2. August um die Betreuung der Flüchtlinge. Danach übernimmt die Johanniter-Unfallhilfe aus Bad Oeynhausen diese Aufgabe. Das DRK hat in den vergangenen Tagen Decken und Kissen beschafft, Hygiene-Pakete organisiert, ein Zelt für die Registrierung aufgebaut und zahleiche freiwillige Helfer/innen akquiriert. 27 Bürgerinnen und Bürger sind am Samstag einem Aufruf gefolgt, als Helfer/innen in der Notunterkunft und bei der Essenausgabe aktiv zu werden. Mit so viel Resonanz hat Oliver Kreft, DRK-Kreisverbandsarzt, nicht gerechnet. Auch Kleider- und Sachspenden sind schon zahlreich beim DRK an der Kutenhauser Straße 4 eingetroffen. Geldspenden nimmt die Stadt Minden entgegen.

Die 150 Asylsuchenden werden voraussichtlich maximal 48 Stunden in Minden-Häverstädt bleiben und danach von der Bezirksregierung Arnsberg an andere Kommunen weitervermittelt. Haben diese Minden verlassen, werden von der Zentralen Ausländerbehörde in Bielefeld (ZAB), die auch die Erstaufnahme verantwortet, neue Flüchtlinge nach Minden zugewiesen. Zur Dauer dieser Lösung kann momentan noch nichts gesagt werden. „Die Notunterkunft in der Sporthalle bleibt so lange bestehen, wie Bielefeld diese nicht unterbringen kann und der Flüchtlingsstrom anhält, so Erster Beigeordneter Kienzle abschließend.

Inzwischen sind 135 Flüchtlinge in der Unterkunft in Häverstädt eingetroffen

 

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