Verband veröffentlicht kostenloses E-Book zum Thema „Erste Hilfe“

Im August 2016 gab es rund 38800 Verletzte durch Verkehrsunfälle. Aus diesem Grund stellt der Verband für bürgernahe Verkehrspolitik auf seinem Ratgeberportal autounfall.net ein kostenloses eBook zum Thema Erste Hilfe zur Verfügung. – Isabel Frankenberg

 

Bei dem schweren Unfall auf der B 482 kamen vier Insassen des BMW ums Leben.
Bei diesem schweren Unfall auf der B 482 kamen vier Insassen des BMW ums Leben. Schnelle Erste Hilfe kann oftmals Leben retten. Foto: Polizei

Berlin(mr). Täglich verletzen sich Menschen bei Verkehrsunfällen. Allein im August 2016 verloren 341 Menschen dabei ihr Leben. Oft kommt es nur auf die richtige Erste Hilfe und wenige Minuten an, die ein Leben retten können.  In solchen Situationen reagieren potentielle Ersthelfer oft geschockt. Die Hemmschwelle und die Angst etwas falsch zu machen, ist nicht leicht zu überwinden. Um dem vorzubeugen, hat der Verband für bürgernahe Verkehrspolitik ein kostenloses eBook zum Thema erste Hilfe erstellt. In diesem wird erklärt, was in einer Unfallsituation zu beachten und wie richtig zu handeln ist.

Erste Hilfe kann und muss grundsätzlich jeder Mensch leisten.  Um in Deutschland die Fahrerlaubnis zu erhalten, ist deshalb vorab ein Erste- Hilfe-Kurs notwendig. Wer nicht hilft, hat strafrechtliche Konsequenzen zu befürchten. In einer Unfallsituation sollte aber nicht nur auf das Wohl des Verletzten sondern auch auf das Eigene geachtet werden. Daher ist es wichtig, vor der Ersten- Hilfe -Maßnahme die Warnblinkanlage einzuschalten, eine Warnweste anzuziehen und ein Warndreieck aufzustellen. Dadurch können Folgeunfälle verhindert werden. Nachdem der Unfallort abgesichert ist, kann der Notruf alarmiert werden. Um zu gewährleisten, dass die Rettungskräfte die Situation einschätzen können, müssen die vier W-Fragen beantwortet werden, also:

  • Wo ist es passiert?
  • Was ist geschehen?
  • Wie viele Personen sind verletzt?
  • Welche Art der Verletzungen haben Sie festgestellt

Erst danach sollten Erste-Hilfe-Maßnahmen, wie Atemkontrolle, stabile Seitenlage und im Ernstfall die Herz-Lungen-Wiederbelebung vorgenommen werden. Sollte der Verletze im Auto eingeklemmt sein, sollte nur geholfen werden, wenn Gefahr besteht, also z.B. bei einem drohenden Brand. Ansonsten können weitere Verletzungen durch die Rettungsmaßnahmen auftreten. Um den Betroffenen zu retten, muss der Rautek- Rettungsgriff angewandt werden, bei dem Sie mit beiden Händen von hinten durch die Achseln des Betroffenen fassen und ihn aus dem Auto herausziehen.  Bei brennenden Autos sollte versucht werden, den Brand mit einem Feuerlöscher zu beheben. Ist das dies nicht möglich, geht die eigene Sicherheit vor. In diesem Fall muss auf den Rettungsdienst und die Feuerwehr gewartet werden.

Fehler bei der ersten Hilfe können nicht bestraft werden, da die guten Absichten des Ersthelfers im Vordergrund stehen. Der einzige Fehler wäre, nicht zu helfen. Auf Erste Hilfe darf nur dann verzichtet werden, wenn das eigene Leben dadurch in Gefahr ist. Der Rettungsdienst sollte aber in jedem Fall informiert werden.

Das kostenlose eBook können Sie hier herunterladen. Es beinhaltet außerdem Informationen darüber, wie eine stabile Seitenlage und eine Herz-Lungen-Wiederbelebung durchzuführen sind. Außerdem können Sie interessante Interviews zum Thema lesen und sich über Sonderfälle bei der Ersten Hilfe informieren. Das  Ratgeberportal autounfall.net beinhaltet alles Wissenswerte von Fahrradunfällen bis hin zu Unfällen mit dem LKW.

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