Anti-Atomkraft-Mahnwache in Minden voller Erfolg

Resolute Senioren fordert von Steffen Kampeter "Atomkraft abschalten"

Demonstranten fordern Ausstieg aus der Kernenergie / Angela Merkel und CDU/FDP unter Druck/ Weitere Montagsdemonstrationen geplant/ Kernkraftwerk „Grohnde“ mit 220 Störungen 2010 äußerst störunganfällig

Minden(mr). Bereits um 17:45 versammelten mehr als 250 Menschen vor der Martinitreppe vor dem Rathaus in Minden. Nach den Ereignissen in den Japanischen Kernkraftwerken forderten die Demonstranten den Ausstieg aus der Kernenergie. Besondere Kritik an der Laufzeitverlängerung der Bundesregierung und Angela Merkels Ankündigung die Laufzeitverlängerung nur auszusetzen.
Auf dem Scharn zwischen Martinitreppe und Rathaus in Minden bildetete sich um 18:00 Uhr eine Menschentraube. Mit Fahnen und Plakaten machte die Menge auf ihre Forderungen aufmerksam. Die sofortige Energiewende. Weg von der Atomenergie – hin zu regenerativen Energien. Besondere kritisierte Ludger Schmelzer vom Anti-Atomkraft-Bündnis die Haltung der Bundesregierung. Die Bundesregierung möchte die „Laufzeitverlängerung“ die sie im letzten Jahr beschlossen hat nicht kippen, sondern lediglich aussetzen. Aufgrund der kurzen Vorlaufzeit zeigten sich die Organisatoren äußerst zufrieden über die Anzahl der Teilnehmer an der Mahnwache.

Mehr als 250 Teilnehmer bei Mahnwache in Minden

Mitglieder aller Fraktionen bei Mahnwache anwesend

Auch Mitglieder der Fraktionen SPD, Grüne, CDU, und Linke im Mindener Stadtrat waren bei der Mahnwache anwesend. So nahmen unter anderem Bernd Müller(SPD), Horst Idelberger(Die Grünen), aber auch Ulrich Stadtmann(CDU) an der Mahnwache teil.

Mögliche Gefahren aus dem Kernkraftwerk Grohnde

Weiterhin wiesen die Veranstalter auf die Gefahren aus dem nur fünfzig Kilometer entfernten Kraftwerk „Grohnde“ das von der E-on Kraftwerke AG und der Stadtwerke Bielefeld GmbH betrieben wird hin. In dem Kernkraftwerk in Emmerthal im Kreis Hameln-Pyrmont habe es im Jahre 2010 zweihundertzwanzig meldepflichtige Zwischenfälle gegeben.
Sven-Christian Kindler, Bundestagsabgeordeter der Grünen aus Niedersachen hält das fast vierzig Jahre alte Kernkraftwerk „Grohnde“ für einen sehr störungsanfälligen Reaktor. Im Jahre 1996 gab es einen Störfall der „INES Stufe 1!“ bei dem ein Druckventil falsch geöffnet wurde. Im Jahre 2005 kam es wegen verschiedener Störungen zweimal zu einer Reaktorabschaltung.

Aufforderung zum Stromwechsel zu atomstromfreien Strom

Die Veranstalter forderten die Teilnehmer zu einfachsten Protest zum Ausstieg aus der Atomkraft auf. Dem Wechsel zu einem ökologischen Stromangebot. Auch die Beibehaltung des Druckes sei wichtig. So baten die Veranstalter die Teilnehmer, die „Botschaft“ weiter zu tragen und am kommenden Montag noch zahlreicher zu erscheinen

Wechseltipp der Redaktion
Tipp der Redaktion: In Kreis Minden-Lübbecke gibt es ein ökologisches lokales Stromangebot. Sie erreichen MI|E Mindener Energie, so heißt es, unter der Telefonnummer 0571-8293471. Neben der Möglichkeit den Atomstrom aus seiner Leitung zu verbannen gibt es darüberhinaus noch eine Geldersparnis gegenüber den alternativen Stromangeboten der Eon-Westfalen-Weser und der RWE-Weser-Ems.

 

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