Billig-Lohn wird Standard im Einzelhandel

Kreis-Minden-Lübbecke/Bielefeld/Düsseldorf(mr). Im Einzelhandel sind 400 Euro Arbeitsplätze und Niedriglohn immer häufiger an der Tagesordnung. Hierauf möchte der Deutsche Gewerkschaftsbund am Montag im NRW-Landtag hinweisen. Auch im Kreis-Minden-Lübbecke und in Ostwestfalen-Lippe habe sich die Situation in den letzten Jahren sogar noch erheblich verschlechtert.

Samstagsarbeit bis in den späten Abend, lange Öffnungszeiten in der Woche und dazu noch schlechter Lohn und respektloser Umgang durch die Einzelhandelskonzerne verlangten den Verkäufern und Verkäuferinnen immer mehr ab. Verkäuferinnen würden im Einzelhandel darüber hinaus im Durchschnitt dreiundzwanzig Prozent weniger verdienen, als ihre männlichen Kollegen in vergleichbaren Berufen. In den vergangen zwei Jahren sei die Schere noch mehr auseinandergeklafft. Vollzeitstellen sind im Einzelhandel kaum mehr zu finden und wer noch eine hat kann froh sein. Denn die Zukunft sei, laut DGB, die Umwandlung von immer mehr vollen Stellen in 400-Euro-Jobs.

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