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Minden-Lübbecke: Erneuter Streik der Schleusenwärter ab Dienstag

Minden/Kreis-Minden-Lübbecke(mr) Der Streik an den Schleusen hat die Schifffahrt zum Erliegen gebracht. Die IG Häfen und Wasserstraßen NRW e. V.  sind er Ansicht , dass dieser Konflikt wissentlich durch die ver.di-Verantwortlichen provoziert worden sei. Nun bedrohe der erneuter Streik ab Dienstag, ihrer Ansicht nach,  die Logistik im System Wasserstraße und Existenzen in der Binnenschifffahrt. DIE LINKE.NRW erklärt sich hingegen solidarisch mit den streikenden Beschäftigten bei der Wasser-und Schifffahrtsverwaltung. Die Absicht der Bundesregierung in diesem Bereich über 3000 Arbeitsplätze abzubauen und die damit verbunden Streiks, mit der Forderung der Absicherung der Arbeitsplätze, werden von der NRW-Linken unterstützt.  Das Verhalten der Schleusenwärterin sei aus der Sicht der Wirtschaft nicht weiter zu tolerieren und werde als zunehmend unverantwortlich angesehen, wenn mehrere Tausend Mitarbeiter in Unternehmen und Schifffahrt in Geiselhaft für Partikularinteressen genommen würden. Ab Dienstag bis zunächst Freitag soll dann wieder gestreikt werden.

Die angekündigten Streiks der Schleusenwärter könnte den Schiffsverkehr ab Dienstag erneut zum erliegen bringen Foto: MR-Foto
Die angekündigten Streiks der Schleusenwärter könnte den Schiffsverkehr ab Dienstag erneut zum erliegen bringen Foto: MR-Foto

Die Absicht der Bundesregierung in diesem Bereich über 3000 Arbeitsplätze abzubauen, zeige einmal mehr, welch eine Politik diese Bundesregierung betreibt, so die Linke. Für einen “schuldenfreien” Haushalt sollen vor allem die Beschäftigten und die von Transferleistung Abhängigen die Zeche zahlen, während die Reichen und die Unternehmen weiter entlastet werden sollen“

„Vertrauen in Zuverlässigkeit des Systems Wasserstraße einseitig auf Spiel gesetzt“

„Das Vertrauen in die Zuverlässigkeit des ökoeffizienten Systems Wasserstraße wird einseitig auf’s Spiel gesetzt“, stellt Günter Haberland als Vorsitzender der Interessengemeinschaft Häfen und Wasserstraßen NRW fest. Den Spediteur erregt besonders, dass diese Zusammenhänge auch den Streikenden bekannt sind.

„Die Ignoranz gegenüber der Wirtschaft und den zum Teil sehr kleinen Unternehmen der Binnenschifffahrt ist beispiellos: Ver.di provoziere mit ihren Streiks Geschäftsverluste und die Aufgabe solcher Unternehmen mit entsprechendem Arbeitsplatzverlust, „denn sie wissen nicht was sie tun“, erläutert Weege.

Ver.di fordert Schutz vor Kündigung und Versetzung

Die Gewerkschaft ver.di fordert einen bundesweiten Tarifvertrag, der die Beschäftigten vor Kündigungen und Versetzungen schützt. Von 12000 Stellen könnten im Zuge des geplanten Umbaus der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung bis zu 3000 Arbeitsplätze wegfallen.

Ver.di fordert von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) eine sozialverträgliche Lösung. Die Arbeitsniederlegungen kündigt die Gewerkschaft schon jetzt an, um die Binnenschiffer nicht zu überraschen oder gar zu verärgern. Denn bislang hätten die Kapitäne durchaus Verständnis für die Aktionen an Land aufgebracht, obwohl sie in der zweiten Juliwoche für mehrere Tage untätig bleiben mußten, teilt die Gewerkschaft Ver.di in einer Pressemitteilung mit.

Mit der frühzeitigen Ankündigung des Arbeitskampfs will die Gewerkschaft aber nicht nur die Binnenschiffer auf Unannehmlichkeiten vorbereiten.

Am Donnerstag veröffentlichte ver.di einen Brief an CSU-Minister Ramsauer. Der habe es in der Hand, die Aktionen durch ein Angebot »entbehrlich« zu machen, teilt die Gewerkschaft mit.

„Wir sind jedenfalls bereit, jederzeit wirkliche Tarifverhandlungen ohne Vorbedingungen zu führen“, heißt es in dem Schreiben von ver.di-Vize Frank Werneke und Vorstandsmitglied Achim Meerkamp, „tatsächliche Rechtssicherheit bietet nur ein Tarifvertrag, der für beide Seiten und damit auch für eine künftige Bundesregierung bindend ist.“

 

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