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Bundestagswahl 2013: Die Rentenpläne der Parteien im Überblick

Berlin(mr/fin). Die Rentenpolitik ist eines der zentralen Wahlkampfthemen. Bis auf die FDP wollen alle großen Parteien die gesetzliche Rente auf ein Mindestniveau anheben. Die Konzepte von CDU/CSU, SPD und Co. unterscheiden sich jedoch in den Punkten Rentenhöhe und Bedingungen. Auch beim Renteneinstiegsalter haben die Parteien unterschiedliche Vorstellungen.

Parteien planen Verbesserungen bei der gesetzlichen Rente

Lebensleistungsrente, Solidarrente, Garantierente, Mindestrente – So unterschiedlich die Namen sind, die meisten Parteien sind sich in einem Punkt einig: Die gesetzliche Rente muss verbessert werden. Dazu haben CDU und CSU, SPD, Grüne und Linke in ihren Wahlprogrammen verschiedene Maßnahmen festgehalten. Nur die FDP will die gesetzliche Rente belassen, wie sie ist, und stattdessen die Rentenlücke mit Verbesserungen bei der privaten und betrieblichen Altersvorsorge schließen. Die anderen großen Parteien wollen eine Mindestrente einführen. Bis zu 1.050 Euro im Monat könnten Rentnerinnen und Rentner künftig bekommen.

Rente auf ein Mindestmaß anheben

Mit dieser Forderung geht Die Linke in den Wahlkampf. Dabei ist die Rente an keine weiteren Bedingungen geknüpft. Bei der CDU/CSU, der SPD und den Grünen sieht das anders aus. Der Bezug der Mindestrente hängt von der Länge der Versicherungs- bzw. Beitragsdauer in der gesetzlichen Rentenversicherung ab. Auch bei der Rentenhöhe gibt es im Vergleich zu Die Linke Unterschiede. Die Garantierente (Grüne), die Lebensleistungsrente (CDU und CSU) und die Solidarrente (SPD) sollen bei jeweils rund 850 Euro im Monat liegen. Bei der Union kommt zusätzlich die Bedingung hinzu, dass Verbraucher privat vorgesorgt haben müssen. Das würde jedoch bedeuten, dass nur die wenigsten von der Lebensleistungsrente profitieren. Nach Einschätzungen von Prof. Dr. Rudolf Hickel vom Institut für Arbeit und Wirtschaft handelt es sich nur um 17.000 Personen, sagte er dem ARD-Magazin Plusminus.

Union plant bessere Anerkennung der Kindererziehungszeiten bei der Rente

Die Union verspricht den Deutschen mit ihrem Wahlprogramm noch eine weitere wesentliche Veränderung bei der Rente. Bereits ab 2014 sollen Mütter bzw. Väter, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, für die Kindererziehungszeit einen weiteren Rentenpunkt anerkannt bekommen. Das würde bedeuten, dass sich ihre monatliche Rente je nach Bundesland um bis zu 28 Euro pro Monat und Kind verbessert. Jedoch stößt die sogenannte Mütterrente aufgrund der Finanzierung auf Kritik. Da die benötigten finanziellen Mittel aus der Rentenkasse kommen sollen, werden laut finanzen.de Beitragserhöhungen für Rentenversicherte befürchtet.

Bleibt die Rente mit 67 bestehen?

Beim Renteneinstiegsalter will nur die Linke zurück zur Rente mit 65. Alle anderen Parteien bleiben bei der Rente mit 67. Unterschiede gibt es jedoch, wer wann abzugsfrei früher in Rente gehen kann. Derzeit müssen Personen für jeden Monat, den sie vor der Regelaltersgrenze in den Ruhestand gehen, einen Abzug von 0,3 Prozent ihrer Rente hinnehmen. Bei der SPD dürften die Deutschen früher abschlagsfrei in Rente gehen, wenn 45 Jahre lang in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt wurde. Für die Grünen ist die Rente mit 63 ohne finanzielle Einbußen möglich, wenn medizinische Gründe vorliegen. Bei der FDP wäre der vorzeitige Ruhestand schon mit 60 denkbar. Dann wird das Altersgeld jedoch um ein Viertel gekürzt. CDU und CSU wollen hingegen am derzeitigen Kurs festhalten.

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