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NRW: Millionen Postsendungen und Pakete bleiben bei der Deutschen Post AG liegen

Pakete von HSE24 bleiben wahrscheinlich im Paketverteilzentrum

Düsseldorf/Herford/Minden-Lübbecke(mr/kpb). Alle 14 Briefverteilzentren der Deutschen Post AG in Nordrhein-Westfalen werden heute ab 22 Uhr bestreikt. Die Gewerkschaft ver.di geht von 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus. Da sowohl der Posteingang als auch der Postausgang betroffen sind, wird es nach Gewerkschaftsangaben erheblichen Beeinträchtigung geben. Millionen Briefe könnten nicht zugestellt werden.

Seit Wochenbeginn hatten über 800 Brief- und Paketzusteller in mehreren Landesteilen gestreikt. Auch 120 Beschäftigte der Home Delivery in Greven haben im Rahmen der dort laufenden Lohn- und Gehaltstarifverhandlungen für 24 Stunden die Arbeit niedergelegt. Die Post-Tochter wickelt die Logistik für den TV-Verkaufskanal HSE 24 ab.

„Wir werden so lange streiken, bis der Post-Konzern die Interessen seiner Beschäftigten ernst nimmt und mit dem Willen zu einer Einigung verhandelt“, sagte der NRW-Fachbereichsleiter Postdienste bei ver.di, Uwe Speckenwirth. Mit dem Prinzip „alles den Aktionären – weniger für die Beschäftigten“ wolle die Führung des DAX-Konzerns mit Bundesbeteiligung „die Lohnspirale für die gesamte Branche nach unten in Gang setzen“.

Die Deutsche Post AG hatte bereits zu Jahresbeginn Vertragsbruch begangen und entgegen der schriftlichen Vereinbarung Firmen gegründet, um die Tariflöhne abzusenken. ver.di forderte daraufhin eine Verkürzung der Arbeitszeit von 38,5 auf 36 Stunden. Dadurch sollen Zugeständnisse der Beschäftigten kompensiert werden, denen sie vor dem Vertragsbruch zum Schutz vor Fremdvergaben zugestimmt hatten.

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