Dynamo Dresden-Anhänger bedrohen türkischen Familienvater

Hannover/Wunstorf/Minden(mr/ots). Am Freitag nachmittag wurde ein türkischer Familienvater mit drei kleinen Kindern von Fußballchaoten beleidigt und bedroht. Der Vater war mit seinen Kindern in Hannover in den Regionalexpress Richtung Minden gestiegen. Mit an Bord waren 15 Fußballanhänger von Dynamo Dresden auf dem Weg zum Auswärtsspiel in Bochum.

Als der Vater im Abteil der Chaoten nach einem Sitzplatz für sich und seine Kinder fragte, wurde ihm dieser verwehrt. Stattdessen wurde er beleidigt und bedroht. Der Vater flüchtete und wurde von einigen Randalierern verfolgt, mit erhobener Bierflasche. Ein privat reisender Bundespolizist musste einschreiten und rief Verstärkung. Der Zug stoppte in Wunstorf. Dort warteten sechs Beamte und zwei Diensthundeführer der Bundespolizei, verstärkt von zwei Streifenbesatzungen des Polizeikommissariats Wunstorf.

Alle Fußballfans wurden überprüft. Unter ihnen befanden sich auch zwei als Gewalttäter Sport bekannte Personen. Drei Männer (24, 26, 41) wurden vorläufig festgenommen. Dabei leistete der 26-jährige Haupttäter so heftigen Widerstand, dass er von vier Beamten überwältigt und gefesselt werden musste. Nach 45 Minuten Verspätung konnte der Zug mit der restlichen Reisegruppe weiterfahren.

Gegen die Chaoten wird nun ermittelt wegen Beleidigung, versuchter gefährlicher Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Zusätzlich wurde durch den Richter eine Blutprobe angeordnet.

 

3 Replies to “Dynamo Dresden-Anhänger bedrohen türkischen Familienvater

  1. War es Dummheit oder Provokation? Ich käme nie auf die Idee, in einem Fußball-Fan-Zugabteil nach einem Sitzplatz zu fragen.

  2. Wirklich traurig für den Familienvater, seine Kinder und Angehörigen. Ich verurteile das zutiefst, die Täter waren und sind keine Fußballfans!
    Ich bitte aber die Medien, die Öffentlichkeit und das nicht-fußballinteressierte Publikum den Verein Dynamo Dresden nicht mit Gewalttätern und Kriminellen gleichzusetzen! Der Verein und jeder anständige Fan von Dynamo ist gegen Gewalt, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit!

  3. Wirklich bedauernswert für den Familienvater, seine Kinder und Angehörigen. Ich verurteile das zutiefst, die Täter waren und sind keine Fußballfans!
    Ich bitte aber die Medien, die Öffentlichkeit und das nicht-fußballinteressierte Publikum den Verein Dynamo Dresden nicht mit Gewalttätern und Kriminellen gleichzusetzen! Der Verein und jeder anständige Fan von Dynamo ist gegen Gewalt, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit!

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