Porta-Westfalica: Kaiser-Wilhelm-Denkmal erhält 300.000 Euro Denkmalförderung

Porta-Westfalica(mr/y). Während das Land NRW eine Streichung seiner Denkmalförderung beabsichtigt, hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, die Sanierung des Sockels des Kaiser-Wilhelm-Denkmals mit 300.000 Euro fördern. Der Bund setzt damit nochmal ein deutliches Zeichen, dass er zu seiner Verantwortung für den Erhalt bedeutender Kulturdenkmäler im Mühlenkreis steht.“ Diese gute Nachricht für Porta Westfalica und die Region konnte der heimische Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesfinanzminister, Steffen Kampeter, überbringen. Kampeter lobte dabei das Engagement des LWL sowie des „Vereins zur Förderung des Kaiser-Wilhelm-Denkmals“ um den Vorsitzenden und Kreisheimatpfleger Dr. Gerhard Franke für das heimische Denkmal.

„Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal an der Porta ist das bedeutende Wahrzeichen unserer Heimatregion und als „Tor zu Westfalen“ mit jährlich 200.000 Besuchern eines der beliebten und bekannten Ausflugsziele in ganz Deutschland. Dieses wollen wir erhalten und noch attraktiver machen – hierfür ist die Bundesförderung ein wichtiger Schritt“, so Kampeter, der sich bei Kulturstaatsminister Bernd Neumann für die Sanierung eingesetzt hatte. Mit insgesamt 29,5 Mio. Euro unterstütze der Bund mit dem diesjährigen „Denkmalschutzsonderprogramm“ 217 Projekte in ganz Deutschland. Davon fließen für 12 Projekte rund 1,05 Mio. Euro nach Ostwestfalen-Lippe.

Dr. Wolfgang Kirsch, Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), zeigte sich ebenfalls erfreut: „Als Eigentümer wollen wir die Besucher am Kaiser-Wilhelm-Denkmal zum längeren Verweilen einladen.“

Geplante Kürzungen der Denkmalpflege kritisiert

Kritik übte Kampeter an den geplanten Kürzungen der Denkmalpflege durch das Land Nordrhein-Westfalen: „Die Landesregierung will sich hier aus der Verantwortung zurückziehen. Eine Kulturnation wie Deutschland hat die Verpflichtung, ihre historischen Stätten für kommende Generationen zu erhalten. Und gerade der Mühlenkreis und Westfalen-Lippe sind besonders reich an Geschichte und wertvollen Denkmälern. Es ist kein gutes Signal, dass das Land viele Privatpersonen, Fördervereine und Kulturinstitutionen hier alleine lässt.“  

Kampeter forderte die Landesregierung erneut auf, die Kürzungen zurück zu nehmen: „Von der Denkmalförderung des Landes hängt nicht nur der Erhalt der historischen Stätten ab, sondern auch viele Arbeitsplätze im heimischen Handwerk wären davon betroffen. Die geplante Streichung stößt daher vor Ort auf viel Unverständnis. Nur gemeinsam werden wir unsere Denkmäler bewahren können.“

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