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Campus Minden als Musterbeispiel in NRW

Minden(mr/y). Die Delegation kam am Freitag, 13. September 2013 nach Minden, um sich insbesondere über die praxisintegrierten und dualen Studiengänge der Fachhochschule (FH) Bielefeld zu informieren. Dem Landesausschuss gehören Beauftragte der Arbeitgeber, der Arbeitnehmer und der öffentlichen Hand an. Im Unterausschuss, der in Minden tagte, sind das Arbeitsministerium, das Schulministerium, das Wissenschaftsministerium, Die Industrie- und Handelskammern in Nordrhein Westfalen e.V., Westdeutscher Handwerkskammertag, unternehmer nrw Landesvereinigung der Unternehmensverbände NRW e.V., die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit sowie der Deutsche Gewerkschaftsbund Bezirk Nordrhein Westfalen vertreten.

(v.l.):      Susanne van Rijn (Regionaldirektion Bundesagentur für Arbeit),     Dr. Beate Scheffler (Schulministerium NRW), Vorsitzende des Unterausschusses 1 des LABB     Dietrich Mau (DGB),     Swen Binner (IHK Ostwestfalen zu Bielefeld),     Herbert Hecker (Schulministerium NRW)     Prof. Dr. Beate Rennen-Allhoff (Präsidentin FH Bielefeld),     Dr. Ralph Angermund (Wissenschaftsministerium NRW),     Olga Schneider (Arbeitsministerium NRW),     Dr. Philipp Kessel (Arbeitsministerium  NRW),     Klaus Huppert (Arbeitsministerium NRW),     Prof. Dr. Matthias Mertin (Dualer Bachelor Gesundheits- und Krankenpflege),     Maik Titze (Maschinenbaustudent 5. Semester, RK Rose+Krieger GmbH). Foto: FH Bielefeld
(v.l.):
Susanne van Rijn (Regionaldirektion Bundesagentur für Arbeit),
Dr. Beate Scheffler (Schulministerium NRW), Vorsitzende des Unterausschusses 1 des LABB
Dietrich Mau (DGB),
Swen Binner (IHK Ostwestfalen zu Bielefeld),
Herbert Hecker (Schulministerium NRW)
Prof. Dr. Beate Rennen-Allhoff (Präsidentin FH Bielefeld),
Dr. Ralph Angermund (Wissenschaftsministerium NRW),
Olga Schneider (Arbeitsministerium NRW),
Dr. Philipp Kessel (Arbeitsministerium NRW),
Klaus Huppert (Arbeitsministerium NRW),
Prof. Dr. Matthias Mertin (Dualer Bachelor Gesundheits- und Krankenpflege),
Maik Titze (Maschinenbaustudent 5. Semester, RK Rose+Krieger GmbH). Foto: FH Bielefeld

In einem Fachgespräch stellte die Präsidentin der FH Bielefeld, Professorin Dr. Beate Rennen-Allhoff, das Ausbauprogramm des Campus Minden vor. Die FH Bielefeld hatte 2008 vom Land NRW den Auftrag bekommen, 500 zusätzliche Studienplätze an ihrem Standort in der Weserstadt zu schaffen, vorrangig in den technischen Disziplinen. Die Hochschule setzte dabei vor allem auf praxisintegrierte Ingenieursstudiengänge, die in enger Kooperation mit den regionalen Unternehmen angeboten werden. Um einen Studienplatz in einem solchen Studiengang zu bekommen, muss ein Bewerber einen Praxisplatz in einem Unternehmen nachweisen, in dem er über die gesamte Studiendauer beschäftigt ist. Dabei wechseln sich elfwöchige Praxisphasen im Unternehmen mit Theoriephasen an der FH über zwölf Wochen ab. „Diese relativ langen Praxisphasen machen das Studienkonzept für die Unternehmen attraktiv”, erklärt die Präsidentin. „Außerdem können die Unternehmen frei entschieden, in welchem Bereich sie die Studierenden während der Praxisphase einsetzen”, sagt Marcus Miksch, der an der FH Bielefeld für die Unternehmenskontakte zuständig ist. Die große Flexibilität komme bei den Firmen gut an: Mit mehr als 200 kooperiert die FH Bielefeld derzeit insgesamt, in Minden haben in diesem Jahr über 90 neue Studierende in den drei praxisintegrierten Studiengängen Wirtschaftsingenieurwesen, Elektrotechnik und Maschinenbau begonnen.

Einer der insgesamt 274 praxisintegriert Studierenden, Maik Titze, stellte als Beispiel ein Praxisprojekt vor, das er während der Praxisphase im Unternehmen erarbeitet hat. Als Praktikant bei RK Rose+Krieger GmbH hat der Maschinenbaustudent untersucht, wie die Lebensdauer ausgewählter Produktgruppen angegeben werden kann. Der Entwicklungsleiter des Unternehmens, Rolf Lampert, zeigte sich sichtlich begeistert von der Leistung des Studenten und vom Studienkonzept. Drei Projektarbeiten erstellt jeder Studierende in seinem Studium, zusätzlich zur Abschlussarbeit im letzten Semester. „Das wissenschaftliche Arbeiten wird so gleich mehrfach geübt”, erklärt Rennen-Allhoff.

 

Abschließend stellte Professor Dr. Matthias Mertin den dualen Bachelorstudiengang Gesundheits- und Krankenpflege vor, einer von fünf Modellstudiengängen in NRW im Bereich Pflege. In dem Studienkonzept absolvieren die Studierenden parallel zum Studium eine Berufsausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege in Kooperation mit der Akademie für Gesundheitsberufe der Mühlenkreiskliniken.

Der Landesausschuss für Berufsbildung berät die Landesregierung in allen Fragen der beruflichen Bildung, beschäftigt sich also sowohl mit der dualen Ausbildung als auch mit Fragen der beruflichen Weiterbildung. Seine Vorschläge zur Fortentwicklung der Berufsbildung gibt der Landesausschuss in Empfehlungen an die Landesregierung weiter.

Die Fachhochschule Bielefeld hat im Rahmen des Ausbauprogramms Fachhochschulen in NRW seit 2009 sechs neue Bachelorstudiengänge auf dem Campus Minden eingerichtet:

– drei praxisintegrierte Studiengänge Wirtschaftsingenieurwesen, Elektrotechnik und Maschinenbau

– dualer Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege

– Informatik P

– Projektmanagement Infrastruktur/Logistik.

Zum Wintersemester 2013/14 haben sich 521 Erstsemester für ein Studium in Minden entschieden, insgesamt sind 1.400 Studierende in Minden eingeschrieben (Stand 13.September 2013).

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